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Sonntag, 31. Mai 2015

A little more sun

Gestern waren wir in Düsseldorf zum Japantag und es war wundervoll. Super Atmosphäre und so viele freundliche Leute mit so wunderschönen Cosplays. Fotos gemacht habe ich natürlich und sogar mit Menschen. In Düsseldorf zurecht gefunden haben wir uns dank einer Freundin, die dort wohnt. Die Menschenmassen waren überhaupt nicht schlimm, da alle Leute sehr entspannt waren. Nur hinterher im Zug war es etwas unschön. Nächstes Jahr nehmen wir das Auto. Leider hat es mittags so geregnet, dass wir in einem Restaurant Pause machen mussten, um zu essen und zu trocknen. Danach kam aber die Sonne raus uns das Wetter war schön (bis es dann abends wieder kalt wurde, als wir auf das Feuerwerk gewartet haben). Das Feuerwerk war fantastisch und so unglaublich schön.

Nächstes Jahr werden wir auf jeden Fall wieder dort sein und wer weiß, vielleicht treffen wir ja ein paar Menschen wieder.

Satori is still sorta exhausted

Freitag, 29. Mai 2015

We totally saw this coming

aka this is my review of the first season of Broadchurch with SPOILERS

Also wir haben Broadchurch zu Ende gesehen (in Deutschland haben die jeweils zwei Folgen zusammen gefasst, die Staffel enthält also vier und nicht acht Folgen, was schon für einige Verwirrung gesorgt hat). Und egal wie spannend das geschrieben ist und wie brillant gefilmt, so wussten wir doch schon recht schnell wer der Mörder war. Getreu nach üblichen Krimi-Regeln, war es die Person, die am unverdächtigsten war. Und in einer Serie, in der fast alle Menschen irgendwie verdächtig wirken (sogar der Sohn der Ermittlerin), fällt so etwas auf. So nach und nach zeichnete sich das Bild auch klarer ab und Andeutungen kamen hinzu. Dass wir fast die ganze Zeit schon wussten, dass der Mann der Ermittlerin (der liebe, fürsorgliche Ehemann und Vater) der Mörder ist, hat aber das Sehvergnügen (und auch die Spannung) keinesfalls geübt, schließlich wussten die Charaktere der Serie ja nicht, wer es war.

Die Staffel endet damit, dass Ellie Miller sich versetzen lässt, da sie nicht in der Stadt bleiben kann, in der ihr Mann ein Kind getötet hat und Alec Hardy hört auf zu arbeiten, da er dazu gesundheitlich so gar nicht in der Lage ist. Wie daraus jetzt eine zweite Staffel entstehen soll, weiß ich beim besten Willen nicht, aber eine zweite Staffel gibt es und eine dritte ist in Arbeit.

Bewertung:
Sehvergnügen (ersetzt Spaßfaktor, weil es besser passt):  ****
Charaktere: ****
Spannung: ****
Geschichte: ****
Kontinuität: ****
Insgesamt: ***** ***

Satori is excited for tomorrow

P.S. Ich kannte so viele Leute dieser Serie schon woanders her. Angefangen natürlich mit David Tennant (Alec Hardy) aus Doctor Who über Arthur Darvill (der Pfarrer) ebenfalls aus Doctor Who (aber eine andere Staffel) über den Zeitungsmenschen aus Harry Potter und Game of Thrones über Jacob Anderson (der Freund der Tochter) aus Game of Thrones bis zu dem Vater des Jungen aus der einen Folge Bones. Ich habe sicher noch jemanden vergessen...

Mittwoch, 27. Mai 2015

Bad people that are so bad it's good

Irgendwie ist das gerade mein Thema und ich habe Spaß daran, darüber zu referieren.

Es gibt so viele Serien, die als Protagonisten Leute haben, die nicht gut, ja nicht einmal wirklich sympathisch sind. Vikings zum Beispiel und Game of Thrones, die sich mit der Begründung der Authentizität geradezu in menschlichen Abgründen suhlen (gewisserweise trifft das auch auf Black Sails zu). Dann sind da die Serien mit Killern als Hauptcharakteren wie Hannibal, Dexter, Bates Motel, Blacklist und mehr (Breaking Bad zählt da irgendwie auch zu). Serien wie Borgia (und andere vergleichbare HBO und Showtime Serien), geben uns grausame Leute als Identifikationsfiguren.

Versteht mich nicht falsch, ich finde viele dieser Serien super und selbst die, die ich nicht gesehen habe, haben einen guten Ruf und versprechen hohe Qualität. Es ist jedoch meiner Ansicht nach etwas bedenklich, dass der heutige gefeierte Protagonist zumeist eine Sorte Mensch ist, die wenn nicht ganz schlecht, dann doch auf gar keinen Fall gut ist. Die Sache ist die, eigentlich ist das alles kein Problem, solange man die Reflektionsebene miteinbezieht. Zum Beispiel: Hannibal ist ein brillanter Charakter, er ist interessant konzipiert und fesselnd gespielt. Als Figur in einen fiktionalen Universum finde ich ihn super und mag ihn sehr gerne. Als "Person" jedoch, finde ich ihn gruselig und schrecklich, da er nicht nur ein mordender Kannibale ist, sondern auch sadistisch und manipulativ.
Wichtig ist hierbei immer die Distanz zwischen Fiktion und Realität aufrecht zu erhalten und zu sehen, dass deren Handlungsweisen als unmoralisch zu betrachten sind. Außerdem ist es auch besonders für die Showrunner wichtig, dass sie nicht versuchen, die grausamen Taten ihrer Figuren zu rechtfertigen (da das dazu führen kann, dass diese Rechtfertigungen auch im realen Leben angewendet werden von Leuten, für die die Distanz von Fiktion und Realität geringer ist). Etwas, was auch besonders im Fandom passiert. Manchmal denkt man, da man den Chrakter mag, muss man all seine Handlungen billigen und vor anderen rechtfertigen, aber das ist keinenfalls der Fall. Man kann wie schon durch ein Beispiel veranschaulicht (und in meinem Loki Post verdeutlicht) Charaktere lieben, aber trotzdem anerkennen, dass sie "schlecht" sind und in der realen Welt keineswegs unsere Bewunderung verdienen.

Unsere kapitalistische Gesellschaft generiert schon genug Gewalt, lassen wir nicht zu, dass die Gewalt aus der fiktionalen Welt auch noch dazu kommt.

Satori is very passionate about this topic

P.S. Ich stelle besser noch mal klar, dass dies hier kein Appell gegen solche Charaktere oder Gewalt im Fernsehen/Film ist! Wie schon so oft erwähnt, sind die meisten meiner Lieblingsfilme relativ gewalttätig (was passiert, wenn das Lieblingsgenere Action ist) und auch ich finde Serien wie Hannibal faszinierend (verstörend, aber faszinierend). Worum es geht ist die Verherrlichung der Verhaltensweisen dieser Charaktere. Das ist das, was meiner Meinung nach etwas problematisch ist.

Things satori does

Satori ist mein Internet Name, den ich schon seit Jahren als default Nickname benutzte. Wie ich daran gekommen bin, ist mir heute schleierhaft. Aber da ich ein absoluter Gewohnheitsmensch bin, habe ich das nie geändert und werde es auch wahrscheinlich nie. Am Ende von fast jedem blog post schreibe ich einen Gruß, der beginnt mit "Satori ... " und in dem ich irgendetwas beschreibe, was ich mache/gemacht habe oder fühle. Auch das mutet durchaus etwas eigenartig an.
Angefangen habe ich damit am 01.05.2013 mit "Satori says Goodbye *wave*" und bald danach hat sich das als meine Abschiedsformel durchgesetzt.

Nur mal ein kleiner Ausflug in die Geschichte dieses Blogs.

Satori has no uni because of Pentecost

Freitag, 15. Mai 2015

Everything is terrible and I hate it

Ich habe mit meinen Eltern die britische Serie Broadchurch angefangen. Ich muss zugeben, dass ich die vorrangig wegen David Tennant (ihr wisst schon der 10. Doctor) sehen wollte. Aber gut, dass ich mich dazu entschieden habe, denn die Serie ist wirklich super. Etwas, das mir aufgefallen ist, ist die wundervolle Cinematography. Von der Bildsprache her ist die Serie schon mal exzellent.

Zur Geschichte:
In der ruhigen Gemeinde Broadchurch, in der sich alle kennen und mögen, wird eines nachts ein Junge ermordet. Alle sind schockiert und fassungslos. Der Fall wird komplizierter und zieht so langsam die ganze Stadt mit hinein. Alle sind irgendwie verdächtig oder verheimlichen etwas und die Idylle wird ganz schnell zerstört.

Die Charaktere sind auch sehr gut gezeichnet. Der DI Alec Hardy (David Tennant) kommt von außerhalb und hatte wohl bei einem älteren Fall zum Ende hin versagt (was genau passiert ist, weiß ich noch nicht, da wir erst bei Folge 2 sind), die DS Ellie Miller (Olivia Coman) ist befreundet mit der Familie des Toten und ihr Sohn ist sein bester Freund gewesen. Die Sichtweisen der beiden kontrastieren wundervoll und auch die anderen Figuren sind interessant.

Ich freue mich schon darauf herauszufinden, was es bei den anderen noch auszugraben gibt.

Satori is going to a party tonight

P.S. Alec Hardy ist die ganze Zeit mies drauf und hasst alles und jeden. Es ist super.

Stop dismissing kindness!

Bei Persönlichkeitstests kommt raus, dass ich eine größtenteils freundliche, liebevolle Person bin. Daher ist es nicht verwunderlich, dass ich bei Tests in  Hufflepuff eingeordnet werde. Jetzt ist es nur so, dass Hufflepuff als Loser Haus gilt. Klar, irgendwie ist es auch cooler sich mit Mut oder Intelligenz brüsten zu können, dafür bekannt zu sein, dass man loyal und hilfsbereit ist, ist nicht grade spektakulär. Es wird so getan, als wäre es einfach, so zu sein und als wären Qualitäten wie Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft, Verständnis und eine Sorge um und Respekt für andere vollkommen wertlos. So werden auch die Amity in Divergent als alberne Hippies dargestellt, die es nicht weiter zu beachten gilt. Dabei sind die Amity diejenigen, die ohne zu zögern Flüchtlinge aufnehmen, sich fürsorglich um diese kümmern und mit aller Kraft versuchen die Kämpfe zu stoppen und die Situation zu deeskalieren. Ihre Werte sind vor allem Mitgefühl und der Versuch eine Beziehung zu anderen herzustellen indem man sich mit ihnen auseinandersetzt und sich in andere hinein versetzt. Das ist wiederum eine Fähigkeit, die maßgeblich zur erfolgreichen Kommunikation und Streitbeilegung beiträgt, denn dadurch, dass man die Sichtweise anderer annimmt und sich in deren Situation versetzt, kommt es unweigerlich auch zu einer Reevaluation der eigenen. Dieser Prozess des konstanten 'sich in andere rein versetzen' und Reevaluieren der eigenen Standpunkte ist durchaus anstrengend, kräftezehrend und keinesfalls einfach. Dann auch noch nach diesen Prinzipien zu handeln und jemandem mit Mitgefühl zu begegnen, auch wenn man vielleicht sauer sein möchte, zu vergeben und verzeihen, Leuten wirklich zu zuhören und ihnen zu helfen, ist noch ein weitere schreit Schritt. Gütig und sanft zu sein und zu handeln erfordert ein nicht unerhebliches Maß an innerer Stärke. Zu hassen und zu wüten ist oftmals einfach leichter, es macht auf Dauer zwar nicht unbedingt glücklicher (eigentlich fast nie), aber es liegt näher. 

Und auf die Gefahr hin noch einmal den Moralapostel zu spielen: ich finde, besonders zu Zeiten der starken Kommunikation im Internet, wo viele Menschen die Sicherheit der Anonymität dazu nutzen sich wie fürchterliche Arschlöcher zu verhalten, ist es besonders wichtig, sich auf Grundwerte wie Freundlichkeit und Mitgefühl zu besinnen. 

It’s so easy to hate. It takes strength to be gentle and kind.

— The Smiths, I Know It’s Over 
Satori is preaching to the void and it feels weird

P.S. Super Lied zum Thema! Das Lied ist ein Hufflepuff song nach Lady Gagas "Born this way".
P.P.S. Hier fehlt noch ein Bild, dass ich mit der App aber nicht einfügen kann.

Why Loki is a little shit

aka I love you Loki, but you're awful

Ich habe ja in einem vorherigen Post darüber referiert, dass ich die "Guten" immer mehr mag als deren Gegenstücke. Jetzt berichte ich euch, warum ich Loki jedes mal, wenn ich Thor 1 sehe, weniger mag (das geht übrigens meiner besten Freundin ähnlich).
Okay, los geht's:

Das erste, was Loki im Film wirklich tut, ist, die Krönungszeremonie seines Bruders aus Jux und Dollerei zu ruinieren. Seines Bruders, der ihn wirklich liebt nur mal nebenbei erwähnt. Dabei opfert er zwei unschuldige Wachen (er muss gewusst haben, dass die Jotun sie töten würden) ohne groß drüber nachzudenken. Und warum das Ganze? Weil er eifersüchtig ist und es Thor nicht gönnt König zu werden.

Als nächstes bringt er Thor dazu, einen jahrhundertealten Frieden zu brechen, in dem sie auf Jotunheim einfallen. Natürlich hat Thor da mindestens genauso viel Schuld dran, aber das ist wichtig und dient als Ausgangspunkt seiner Charakterentwicklung, denn im Verlauf sieht er ein, wie falsch er am Anfang lag. Trotzdem ist Loki der Anstifter und kümmert sich mal wieder überhaupt nicht um die möglichen Opfer, welche hierbei auch seinen Bruder und dessen Freunde beinhalten könnten. Was glaubt er eigentlich damit zu erreichen? Dass Odin zu Sinnen kommt und ihn an Thors Statt zum König ernennt?

Das Grauenvollste, Grausamste, was den ganzen Film passiert, ist, als Loki Thor besucht, nachdem dieser Mjölnir nicht heben konnte. Loki lässt Thor glauben, dass wegen ihm nicht nur ein Krieg ausgebrochen ist, sondern auch sein Vater gestorben ist, dass seine Mutter ihn nicht wieder sehen will und er von nun an auf der Erde in Verbannung als Sterblicher leben muss. Und was sagt Thor darauf? "Nein, es tut mir Leid. Danke, dass du hier warst." Thor ist nicht sauer, er regt sich nicht auf und schreit nicht rum. So tief geht bei ihm in diesem Moment die Trauer. The Fuck, Loki? Wie kann man nur so herzlos sein. (Finden auch Leute auf tumblr.)

Loki schickt den Destroyer, als er realisiert, dass Thors Freunde drauf und dran sind ihn zu holen. Dass ihn Menschenleben nicht interessieren, kann man als gegeben voraussetzten, aber auch wenn nicht, wird Loki das in Avengers deutlich bestätigen. Die Intention dabei ist sowohl seinen Bruder (der ihn liebt! nur noch mal als Erinnerung) als auch Sif, Volstagg, Hogun und Fandral zu töten. Am Ende steht Thor dem Destroyer gegenüber und sagt "Was immer ich auch getan habe, um dich zu verärgern, es tut mir Leid. Aber diese Leute sind unschuldig." Thor hat wirklich nichts getan, was Lokis Verhalten rechtfertigen würde und dennoch entschuldigt er sich. Was tut Loki darauf? Er lässt den Destroyer Thor wegschleudern. Und kommt mir jetzt nicht mit 'er wusste, dass Thor das nicht tötet'. Loki musste damit rechnen, dass das die menschliche Hülle nicht überleben würde. Wow.

Kommen wir mal zu Lokis Plan, der es beinhaltet weitere Wachen zu opfern und dann die Jotun, mit denen er sich verbündet hat, zu töten, bevor sie seinen Vater töten. Damit ihn alle lieben? Damit alle einverstanden sind, dass er jetzt König ist? Ach ja, und er hat vor die Jotun als Volk komplett auszulöschen, um Odin zu beweisen wie würdig er ist? Das ergibt doch überhaupt keinen Sinn. Odin hat doch Thor verbannt eben wegen seiner aggressiven Haltung den Jotun gegenüber, Loki ist nicht dämlich, er müsste wissen, dass die totale Vernichtung einer Spezies nicht etwas ist, was Odin gefallen würde (mal abgesehen davon, dass die totale Vernichtung einer Spezies vollkommen inakzeptabel ist - und das ist ein Punkt, über den nie geredet wird, dass Loki ohne Weiteres ein gesamtes Volk vernichtet hätte).

Kommen wir mal zu den Entschuldigungen, die allgemein angebracht werden, um Lokis Handeln zu rechtfertigen. 'Alle waren immer mies zu ihm' - Welche Belege gibt es dazu? Etwas, was Loki selbst sagt, während er sich rechtfertigt? Da kann man doch wohl damit rechen, dass das zumindest etwas übertrieben ist. Dass Loki sich nicht recht in die martialische asgardische Gesellschaft einfügen kann, hat ihn wahrscheinlich zum Außenseiter gemacht. Ich stimme zu, Odin hat sich im Verlauf des Films durchaus wie ein Arschloch verhalten, und er hat wohl auch Thor eher für den Thron vorgesehen, aber es gibt keine Beweise, dass er Loki ganz fürchterlich behandelt hat. Und außerdem wirkt es so, als hätte Frigga im Gegenzug mehr Zeit mit Loki verbracht als mit Thor, was als Ausgleich hätte dienen können. (Auch: habt ihr mal gesehen, wie grausam Denethor zu Faramir ist? Auch Faramir fühlt sich etwas fehl am Platz in seiner Gesellschaft, aber das führt bei ihm nicht dazu, dass er einen unglaublichen Hass auf seinen Bruder entwickelt... geez) 'Loki will doch nur Anerkennung' Ja, er wollte Anerkennung von Odin. Aber er wollte auch herrschen. Und Thor aus dem Weg haben.
Was ich sagen will ist, dass all diese Sachen, insofern sie stimmen als Erklärungen für sein Verhalten dienen können, aber keinesfalls als Entschuldigungen. Und für die Sachen, die er Thor antut, gibt es soweiso keine Entschuldigungen, da Thor immer wieder versucht (selbst inmitten eines Krieges, den Loki angezettelt hat) Loki zurück zu holen.
Fazit ist, dass Loki ein Villain ist und kein armes kleines Baby, das missverstanden und bemitleidenswert ist.

Warum er trotzdem so geliebt wird, liegt wohl zum einen an Tom Hiddlestons fantastischer Schauspielleistung (und daran, dass er ziemlich klassisch gut aussieht, denn wir sind immer eher dazu bereit gut aussehende Personen positiv zu sehen) und zum anderen daran, dass es nicht schwierig ist, sich mit Loki zu identifizieren. Denn, dass man sich ausgeschlossen und verraten fühlt, dass man nicht angenommen wird und jemand anderes bevorzugt, kennen viele aus eigener Erfahrung. Außerdem bleibt auch die Faszination mit den Antagonisten als Träger einer alternativen Geschichte, abseits der Dominanten, was sie oftmals interessanter macht (nicht für mich, wie ich ja schon dargelegt habe, aber trotzdem kann ich das nachvollziehen).

Satori is way too passionate about fictional stories

Donnerstag, 14. Mai 2015

Altruism and Goodness

Meine Lieblingsbuchreihe Wächter von Sergei Lukianenko teilt die magische Welt der "Anderen" (ich konnte Seiten darüber schreiben wie das funktioniert, aber das ist hier nicht der Punkt) in Lichte und Dunkle (und die Inquisition genau genommen, aber das würde zu weit führen). Zunächst scheint es ganz klar eine Aufteilung zwischen Guten und Bösen zu sein mit zum Beispiel Vampiren und Werwölfen als Dunkle. Im Laufe der Bücher wird jedoch klar, dass es sich keinesfalls um Gut und Böse handelt, sondern vielmehr um eine generelle Tendenz zu Altruismus (Lichte) und Egoismus (Dunkle). So ergibt es auch Sinn Vampire und Werwölfe bei den Egoisten einzuordnen, da sie auf Kosten anderer Menschen leben.
Diese Einleitung führt mich zum Wesentlichen: Altruismus ist im Grundsatz nicht mit Gutherzigkeit (die passendste Übersetzung von goodness, die ich gefunden habe) gleichzusetzen.
Altruismus bedeutet Selbstlosigkeit und Uneigennützigkeit. Das ist durchaus eine Eigenschaft, die man "guten" Menschen zuordnet. Sie ist aber nicht selber zwingend gut. So wie Egoisten durchaus aus eigennützigen Motiven viel Gutes zustande bringen können (weil man zum Beispiel Ruhm und Anerkennung möchte oder viel einfacher selbst von dem Guten profitiert), so können auch die reinsten Altruisten sehr viel Schlechtes tun. Lukianenko selbst gibt dafür in seinen Büchern einige Beispiele, in denen sich Lichte so gar nicht gut verhalten und viel Chaos und Unglück verbreiten und in der Divergent Welt wird auch klar, dass die Abnegation ("die Selbstlosen") nicht alle gute Menschen sind, dass unter ihnen, auch wenn sie noch so selbstlos sind, schlechte Menschen leben. Auch Film Antagonisten, die zerstörerische und tödliche Pläne verfolgen, sind nicht immer Egoisten. Ozymandias aus Watchmen zum Beispiel hat definitiv altruistische Motive wegen denen er einige Städte in die Luft jagt. Er tut das nicht für sich, er selbst hat davon gar nichts, er tut es um dem Planeten als Ganzes zu helfen. Das ist höchst altruistisch, aber auf gar keinen Fall gut. Ein ähnliches Ziel verfolgt Abraham Quest aus (ich hab den Namen grad vergessen) und sogar Valentine aus Kingsman zeigt einen Teil davon (wenn auch nicht so rein). Ökoterroristen sind ein weiteres Beispiel (in ihrer Grundform natürlich, ich kann nicht für jeden einzelnen sprechen). So wäre Poison Ivy aus DC definitiv eine Lichte.
Alles in allem ist Selbstlosigkeit also eine Eigenschaft, die sich bei vielen "Guten" findet und die sie charakterisiert, aber Selbstlosigkeit allein macht noch keinen gut sowie Egoismus niemanden böse macht.

Das wars erstmal mit meiner Abhandlung. Ich finde diese Diskussion einfach so interessant und spannend und das ist auch einer der Gründe, warum ich Wächter so sehr mag.

Satori is looking forward to continue watching a show today

P.S. "Gut" und "Böse" sind sowieso zwei schrecklich undefinierte Kriterien, die ich eigentlich ablehne, die aber für die Besprechung besonders von fiktionalen Charakteren und Gegebenheiten nützlich sind. Vielleicht schreibe ich auch darüber noch mal eine kleine Abhandlung.

Donnerstag, 7. Mai 2015

There'll be fireworks

Am 30.05. findet der jährliche Japantag in Düsseldorf statt. Und ich werde da sein. Ich bin schon total aufgeregt und freue mich so sehr. Das wird so wundervoll. Ich werde tausende Fotos machen. Außerdem werde ich natürlich cosplayen, denn wann hat man auch sonst die Gelegenheit dazu. Ich werde auch ein Foto von mir machen, dass ich dann hier posten werde.
Ich hoffe nur, dass die Menschenmassen mich nicht zu sehr fertig machen werden. Ich bin grundsätzlich kein Fan von Menschenmengen und das hat sich in der letzten Zeit nur verschlimmert.
Naja. Positiv denken. Der Tag wird super.

Satori has been doing lots of fun things lately

Wie ich darauf kam einen Blog zu starten

Ich habe ein tolles Buch, das da heißt "101 Dinge, die du getan haben solltest, bevor du alt und langweilig bist" Ding Nummer 36 fällt unter die Kategorie Hobbys und heißt "Starte einen Blog". Und genau das tue ich jetzt gerade.
Viele Grüße
Satori