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Montag, 30. November 2015

Real? Real.

Ich habe die Bewertung von Mockingjay 2 ja ganz vergessen (natürlich komplett spoilerfrei): 

Sehvergnügen: ****
Spannungsfaktor: ****
Charaktere: ****
Geschichte: ***1/2
Genauigkeit: ***
Insgesamt: ***** **1/2

Tonight turn your weapons to the Capitol!

Ich habe Mockingjay 2 gesehen! Yei! Meiner Meinung nach ein würdiger Abschluss der Trilogie ... uhm Tetralogie. Nicht so emotional intensiv wie Mockingjay 1, aber definitiv gut und wurde dem Buch gerecht. Es folgen die gewohnten Eindrücke:

(may contain spoilers... weiß nicht, was ihr als Spoiler betrachtet)

1. Katniss' Entwicklung wird von Jennifer Lawrence echt super gespielt.
2. Es ist herrlich ironisch, dass Katniss, nachdem sie vom Kapitol als Figur benutzt wird sofort dazu übergeht von den Rebellen als Symbol genutzt zu werden. Keiner von beiden interessiert sich wirklich für sie, sondern nur für das, was sie bedeutet.
3. Shut the fuck up, Gale! Schon im Buch konnte ich Gale mit Voranschreiten der Geschichte immer weniger leiden. In den Filmen ist es dann noch extremer. Fast jedes Wort aus seinem Mund provozierte von mir und meinen Freundinnen ein entnervtes Stöhnen. Ihr seid mitten in einer Kriegszone, Katniss leidet immer noch an PTSD, Peeta wurde gefoltert und ist daher mental instabil, ich glaube, es gibt gerade wichtigere Sachen, als für wen sich Katniss am Ende entscheidet!!!
4. Peeta tut mir einfach nur so Leid. Im Grunde kann er überhaupt nichts dafür, wie er sich verhält, da er auf's übelste gebrainwasht wurde, aber es ist natürlich trotzdem schwierig zu ertragen.
5. Dazu: Ich finde es super und passend, dass während alle so tun, als wäre Peeta nur ein mordender Psycho, Finnick sich um ihn kümmert und wirklich versucht ihm zu helfen mit Strategien, die Annie geholfen haben.
6. Basically, Finnick rules. Finnick ist so unglaublich wunderbar und ich bin nur am heulen.
7. Die mutts, die sie im  Untergrund angreifen, hatte ich mir aber so gänzlich anders vorgestellt. Im Film sind die so fürchterlich ekelig. Dass sie durch eine jump scare auftauchen würden, war jedoch klar.
8. Wie schon im Buch rege ich mich auch im Film darüber auf, dass sie schlussendlich entscheiden Hungerspiele mit den Kindern der Kapitol-Einwohner auszufechten. WTF?! Die Kinder können auch nichts dafür, in welche Situation sie geboren wurden, sie sind vollkommen unschuldig. Ihr habt alle Hungerspiele durchlebt, wie könnt ihr das nur anderen antun wollen? (Peeta, Annie und Beetee mal ausgenommen, die ja mit "Nein" gestimmt haben.) Mal ganz abgesehen von der hohen moralischen Fragwürdigkeit, ist es vielleicht nicht die beste Art eine neue Regierung, die sich grundlegend vom Kapitol unterscheiden soll, mit dem Lieblingsmachtinstrument der alten zu starten. Man kann nur hoffen, dass sie sich das nochmal genau überlegen.
9. Das Kapitol ist von der Ästhetik her sehr schön und passend.
10. Eins meiner all-time-favorite Zitate hat sich zum Glück im Film wiedergefunden: "Oh, not now. Now we’re in that sweet period where everyone agrees that our recent horrors should never be repeated. But collective thinking is usually short-lived. We’re fickle, stupid beings with a great gift for self-destruction."
11. Irgendwie haben wir im Abspann ein "In memory of Phillip Seymour Hoffmann" vermisst (oder nur verpasst).

The dark makes satori tired

Donnerstag, 26. November 2015

Noooooooooooooooo!

Der erste Captain America: Civil War Trailer ist draußen und es ist genauso schrecklich, wie ich es erwartet habe. Versteht mich nicht falsch, es sieht aus, als würde es ein fantastischer Film werden aber so absolut herzzerreißend tragisch. Das allerletzte, was ich will, ist dass sie sich bekämpfen. Warum bekommen wir keine lustige Avengers Sitcom?

Hier aber der Trailer, damit ihr euch ein eigenes Bild machen könnt:

Dienstag, 24. November 2015

Nude is a concept not a colour

Aka. how the industry finally gets some brains and realizes people aren't all the same 

(Quelle:  https://twitter.com/louboutinworld/status/618436814009860096)

Wenn man mal darüber nachdenkt, ist die Tatsache, dass wir so tun, als wäre hautfarbend eine Farbe, ziemlich rassistisch. Wenn wir hautfarbend sagen, meinen wir meistens unser beige (das gleiche gilt für das englische "nude"). Viele Menschen auf diesem Planeten haben aber keine beige Haut, ihre Haut ist demnach nicht hautfarbend, was keinen Sinn ergibt. Deswegen ist Louboutins "nude is not a colour, it's a concept" (hautfarbend ist keine Farbe, es ist ein Konzept) Kampagne so gut und wichtig. Natürlich gibt es auch schon vorher kleinere private Geschäftsideen, die genau diese Lücke füllen, wie zum Beispiel die dunkleren Pflaster (LINK) oder BHs (LINK). Weitere Informationen und Beispiele in diesem Artikel.

Was mich persönlich auch gefreut hat, ist, dass Whatsapp Emoticons nun anstatt default beige zu sein, in fünf verschiedenen Hauttönen kommen, zusätzlich zu dem neuerdings default gelb (LINK).

Zu erwähnen ist vielleicht auch noch Diesels Gender-Neutral Campaign (LINK), die gleiche Kleidung sowohl für Männer als auch für Frauen und alles dazwischen oder weder noch vermarktet.

Satori is too poor to ever buy these shoes but they're still pretty af

Donnerstag, 12. November 2015

Not so silly anymore

Es passiert nicht selten, dass zukünftige Staffeln einer Serie besser sind als die erste. In der ersten wird oft noch alles ausgelotet, die Charaktere sind noch nicht etabliert und es ist noch nicht ganz klar, in welche Richtung es gehen soll. Bei Eureka zum Beispiel ist das der Fall. Staffel eins ist nicht schlecht, aber ab zwei nimmt es erst richtig Fahrt auf. Auch bei The 100 war es so. Staffel zwei ist definitiv besser als eins. Die Charaktere sind interessanter, die Konflikte relevanter, die Geschichte spannender. (Außerdem hat die Serie nun einen ziemlich coolen Vorspann.)

Kurze Zusammenfassung der Ausgangslage:
Die 100 hatten gegen Ende von Staffel 1 eine Schlacht gegen die Grounder geführt und wurden nachdem sie so gut wie gewonnen hatten von mysteriösen Menschen in Schutzanzügen entführt. Die Arc ist mit ihren Bewohnern auf die Erde gestürtzt, weil der Sauerstoff zu Ende war und das ihre einzige Überlebenschance darstellte. Wenigstens ein Teil der Bewohner hat das überlebt und kann nun theoretisch den Kids auf der Erde zur Seite stehen.

Super finde ich zum Beispiel, dass die Konflikte, die aufgedeckt werden, nicht rein einseitig sind. Es geht gegen die Mountainmen, das Bündnis mit den Groundern ist alles andere als stabil und die Erwachsenen und Rest der 100 sind sich auch in vielem so gar nicht einig, da die Erwachsenen uneingeschränkte Autorität einfordern, die Kids aber - durchaus zu Recht - der Meinung sind, dass sie besser wissen, wie das Leben auf der Erde läuft.

Es folgen weitere Aspekte der neuen Staffel:

... badass ladies ftw: Mir ist letztens aufgefallen, dass fast alle Anführer Frauen sind. Die Grounder Kommandeure sind alles Frauen gewesen (Anya, Indra und Lexa), Clarke ist nicht nur inoffizielle Anführerin der 100 (neben Bellamy) sondern auch die von den Groundern anerkannte Leiterin der Sky People, ihre Mutter ist die amtierende Ratsvorsitzende und auch die anderen weiblichen Charaktere sind einfach wundervoll (Technik Genie Raven zum Beispiel oder Kriegerin in Ausbildung Octavia oder die tapfere Helferin Maya).
... the Mountainmen make great villains: Die Berg Bewohner sind wundervolle Antagonisten. Sie haben den Krieg im Bunker überlebt und können diesen nicht verlassen, da sich ihre Körper im Gegensatz zu denen der Groundern nicht an die Strahlung gewöhnt haben. Außerdem leiden sie an Vitamin Defiziten und brauchen zum Überleben regelmäßige Blut-Transfusionen gefangener Grounder. Den Kids tun sie zunächst nichts. Die sind dort sicher, können in Betten schlafen, haben Essen und alle möglichen anderen Annehmlichkeiten. Clarke traut dem Frieden zu Recht nicht und es gelingt ihr schließlich zu fliehen. Währenddessen finden die Mountainmen heraus, dass das Blut der Kids viel effektiver ist und Knochenmark es ihnen sogar ermöglicht ohne Hilfe draußen zu leben. Leider würde die Prozedur im Endeffekt die Kids töten. "Aber was soll's", denken sich die Leute, "wir können raus!". Ein ehrlich spannender Wettlauf mit der Zeit beginnt. 
... ppl get character development yei!: Blieben die Charaktere in der ersten Staffel etwas blass, undefiniert oder stereotypisch, erhalten sie nun zum Großteil eine Charakter Entwicklung. Motivationen werden plötzlich nachvollziehbar und Verhaltensweisen deutlich. Auch bekommen manche mehr Screentime als zuvor, was ebenfalls dazu beiträgt, dass sie einem ans Herz wachsen.
...decisions have consequences: Wenn ein Charakter eine Entscheidung trifft (die oft alles andere als leicht ist), dann muss er auch mit den Konsequenzen leben. Das verleiht der Serie einen gewissen Realismus, da Handlungen die passenden - auch nicht so schönen - Folgen nach sich ziehen.
... people get dirty: Etwas, was zumeist in ähnlichen Serien und Filmen vernachlässigt wird, ist, dass man nicht wunderschön aussehen kann, wenn man halb im Dreck lebt, oder im Kampf ist oder durch den Wald geschleppt wird oder anderes. In The 100 sehen viele der Kids nicht nur tatsächlich so aus, als hätten sie keine Duschen (Schmutz auf Gesichtern und Kleidern und fettige Haare) sondern wenn jemand verletzt wird oder durch die Gegend geschleift sieht dieser jemand auch genau so aus. 
... oh my gosh I don't care for Jaha: Der einzige Erzählstrang, der mich so gar nicht interessiert, ist der vom ehemaligen Ratsvorsitzenden Jaha, der auf der Suche nach der mysteriösen Stadt des Lichts ist und sich dabei gar nicht mal so intelligent anstellt.

Fazit: die Serie hat sich echt gesteigert, was ich ehrlich gesagt nicht erwartet hätte. Good on you, show!

Satori is tired

LGBT+ superheroes ftw

Der Regisseur von dem Deadpool Film hat in einem Interview in deutlichen Worten gesagt, dass Deadpool nicht hetero ist (LINK  - das Interview ist auch übrigens sonst super). "Pansexual. I want that quoted! Pansexual Deadpool!"

Das ist super (vor allem, weil alles andere aufgrund von Deadpools Comic Hintergrund albern gewesen wäre) und damit ist Deadpool der erste Film-Superheld einer der Comic-Giganten, der offiziell nicht hetero ist (soweit ich das überblicken kann. Ich kenne trotz meiner Leidenschaft nicht jeden Comic-Film von Marvel und DC auswendig, geschweige denn andere, und werde daher sehr gerne eines bessern belehrt). In den dazu gehörigen Comics sieht die Lage ganz anders aus. Sowohl Marvel als auch DC weisen nicht wenige Lgbtqia+ Charaktere auf. Da ich mich besser mit Marvel auskenne folgt nun eine unvollständige Liste der definitiv nicht hetero Charaktere, von denen ich weiß: Mystique (in einer Beziehung mit Mutantin Destiny), Colossus (im Ultimate Universum), Iceman (gar nicht allzu lange her), so circa alle Young Avengers, Karolina und Xavin (aus The Runaways), Loki (und andere Asgardier, da sie Sexualität anders wahrnehmen), die zwei Typen, die auf einem Cover geheiratet haben und andere Leute, deren Namen mir entfallen sind. Dass die Orientierungen auch endlich mal in den Film-Universen dargestellt werden, war lange überfällig. Besonders wenn man die jetztige Popularität von Superhelden-Filmen in Betracht zieht. Jetzt sollten Marvel und DC in ihren jeweiligen Film-Universen nachziehen bitte.

Satori is ridiculously happy about that

Freitag, 6. November 2015

James Bond is a misogynist - things Daniel Craig says

Es gibt ein super Interview mit Daniel Craig, dass ich zuerst im Internet gelesen habe, dann aber auch in der deutschen Ausgabe der Zeitschrift (LINK zu der englischen Internet Ausgabe). Darin stellt er klar, dass James Bond in seinen Grundzügen eigentlich ziemlich sexistisch ist, wie gut es ist, dass er nun starke Frauen um ihn rum hat, die ihm das nicht durchgehen lassen und spricht den Hollywood double standard, wenn es ums Alter von Männern und Frauen geht, an. Beautiful:

happytraumer:

iamnotswarley:

beautyblessmyeyes:

Daniel Craig is 1000% done with James Bond and it’s beautiful. 
(x)

DANIEL CRAIG!!!

It gets better.
 

Ich mag diesen Trend, dass Interviewer immer mehr solche Antworten auf ihre Fragen kriegen. Genauso wie, als Tom Hardy gefragt wurde, ob er sich nicht über die ganzen Frauen im Skript von Mad Max gewundert hat, und seine Antwort ein einfaches, deutliches "Nein." war (LINK). Oder das eine mal, wo jemand Colin Firth gefragt hat, ob es schwierig für ihn war in einer schwulen Liebesgeschichte zu spielen und er richtig sauer gewirkt hat, dass man ihn das überhaupt gefragt hat, während er geantwortet hat, dass es absolut gar keinen Unterschied macht (LINK). Oder aber auch die einfache Tatsache, dass Schauspielerinnen immer mehr die sexistischen Fragen, die ihnen gestellt werden, nicht akzeptieren (LINK).
Wie schön.

Things like these make Satori happy

Wie ich darauf kam einen Blog zu starten

Ich habe ein tolles Buch, das da heißt "101 Dinge, die du getan haben solltest, bevor du alt und langweilig bist" Ding Nummer 36 fällt unter die Kategorie Hobbys und heißt "Starte einen Blog". Und genau das tue ich jetzt gerade.
Viele Grüße
Satori