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Montag, 28. September 2015

Why you gotta be so mean?

Am Samstag kam der neue Bond song raus. Von Sam Smith stammt er und heißt "Writings on the Wall". Auch wenn die einzige Version, die ich bis jetzt davon gehört habe, schlechte Qualität hatte, kann ich schonmal sagen, dass der mir richtig gut gefällt. Anscheinend teilen sich aber die Meinungen: einige finden ihn fantastisch andere halten ihn für den schlechtesten Bond Song aller Zeiten. 

Also habe ich beschlossen aus aktuellem Anlass etwas anzusprechen, das mich schon lange beschäftigt: wie im Internet bewertet wird.

Ich will auf keinen Fall jemandem seine eigene Meinung verbieten. Jeder hat ein Recht darauf, das zu denken, was er/sie will. Man kann etwas gut oder schlecht finden, aber die vorherrschende Art es mitzuteilen, bereitet mir zunehmend Sorgen. Es muss nicht alles allen gefallen. Das ist unrealistisch und wäre ja auch langweilig. Kritik gehört außerdem dazu und solange sie sachlich und/oder konstruktiv ist, ist dagegen überhaupt nichts einzuwenden, im Gegenteil sie ist sogar notwendig und wichtig. Jetzt ist es aber so, dass ich immer häufiger beobachte, ganz besonders im Internet, dass die wenigste Kritik sachlich formuliert ist und in den allermeisten Fällen in die "bäh, was ist das denn für eine jämmerliche Scheiße! Welcher Idiot hat den mist denn verbrochen, der muss doch völlig daneben sein", also die verletzende, unnötig beleidigende, fiese Richtung geht. Muss das wirklich sein?

Aktuell zu dem Song habe ich Kommentare gelesen wie "was ist das denn für ein jämmerliches Gewimmer", "das ist der grauenhafteste Bond song, den es je gab", "everything is better than the abortions of Skyfall and Spectre". Super. Echt toll. Man muss den Song ja nicht mögen, aber solche beleidigenden Kommentare zu verbreiten, ist wirklich nicht nötig. Auf Youtube bestand schon seit langem die traurige Tradition unter Videos die schlimmstmöglichsten Beleidigungen zu posten, wenn einem der Inhalt irgendwie nicht zusagt. Ein Verhalten, das nicht nur von fehlendem Respekt für andere sondern auch von Einfallslosigkeit zeugt. Diese Art zu kommentieren hat sich nun leider ausgebreitet (oder war schon immer weit verbreitet und es fällt mir erst seit einiger Zeit auf). Egal was wo gepostet wird, es gibt immer Leute, die meinen, sie müssten verletztende Kommentare dazu abgeben. Sie denken anscheinend nicht nach, dass auf der anderen Seite echte Menschen sitzten, die dadurch sich schlecht fühlen könnten und wenn sie darauf angesprochen werden, kommen solche geistreichen Aussagen wie "ist doch nur im Internet, wenn das jemanden stört, kann er ja den Computer ausschalten". Aber das schweift schon wieder etwas ab. Eigentlich geht es nämlich um die Kommentar-Kultur im Internet und darum, dass nur weil man sich hinter Usernamen verstecken kann, man nicht plötzlich seine gemeinste Seite nach außen kehren muss.

Vielleicht bin ich einfach zu naiv in meinem Wunsch, dass sich Menschen im Internet nicht wie Dreck behandeln. 

Satori always gets a little too angry over these things

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Wie ich darauf kam einen Blog zu starten

Ich habe ein tolles Buch, das da heißt "101 Dinge, die du getan haben solltest, bevor du alt und langweilig bist" Ding Nummer 36 fällt unter die Kategorie Hobbys und heißt "Starte einen Blog". Und genau das tue ich jetzt gerade.
Viele Grüße
Satori