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Donnerstag, 16. April 2015

I can't take this anymore

Nur mal vorweg: ich liebe die ASOIAF Bücher. Game of Thrones und die Nachfolger habe ich unglaublich gerne gelesen. Ich verneige mich vor G. R. R. Martins Schreibstil, mit dem er es schafft, den einzelnen Charakteren in ihren Perspektiven einen ganz eigenen Ton zu verpassen. Dazu, wie er Action-Szenen schreibt, werde ich wohl nie in der Lage sein.

Aber mittlerweile kann ich die deprimierende Stimmung und die deprimierenden Ereignisse einfach nicht mehr ertragen. Ich bin in der Hälfte von Feast for Crows angelangt und ich habe so fast keine Motivation mehr weiter zu lesen (die beinahe einzige Motivation besteht darin, dass ich nicht von der gerade anlaufenden fünften Staffel gespoilert werden will). Keine der Perspektiven reißt mich mit und in den meisten passieren auch noch nur schlimme Sachen. Gut, Brienne und Arya lässt sich gut lesen, Dorne war bis vor kurzem (als auch da etwas unschönes passiert ist) mein einziger Lichtblick und Cerseis Blick auf die Welt ist zwar interessant, aber auf Dauer schwer zu ertragen. Alles andere interessiert mich wirklich eher nur noch so semi, da man sowieso davon ausgehen kann, dass das Schlimmstmögliche passieren wird. Von den Eisenmännern will ich gar nicht erst anfangen. Ich kann deren brutale Kultur, wo Morden und Vergewaltigen zum guten Ton gehört, einfach nicht ertragen.

Zu allem Überfluss finden sich drei meiner Lieblingsperspektiven gar nicht in FfC sondern erst wieder in Dance with Dragons.

Ich verstehe ja, dass Martin auf Realismus aus ist. Seine Begründung, warum selbst die Hauptcharaktere nicht sicher sind, finde ich einleuchtend und auch durchaus richtig, aber das bedeutet nicht, dass andauernd alles fürchterlich sein muss und nie irgendetwas gutes passiert (und wenn doch, dann bezahlt kurz darauf jemand mit seinem Leben).

Vielleicht liegt meine Abneigung gegen die deprimierende Atmosphäre darin begründet, dass ich Bücher aus escapist Gründen lese (und Filme und Serien sehe). Ich möchte, dass wenigstens in der fiktionalen Welt "alles" gut aus geht (oder zumindest teilweise für einen Großteil der Charaktere). Die reale Welt ist schon deprimierend genug für mich.

Satori doesn't expect you to agree with her it's just that she feels so hopeless reading the books

P.S. Ab und zu erwische ich mich dabei, wie ich denke, dass es mir vollkommen egal ist, wer am Ende über die Ruinen von Westeros herrscht (solange es nicht Crow's Eye oder ein anderer von den Eiseninseln ist).

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Wie ich darauf kam einen Blog zu starten

Ich habe ein tolles Buch, das da heißt "101 Dinge, die du getan haben solltest, bevor du alt und langweilig bist" Ding Nummer 36 fällt unter die Kategorie Hobbys und heißt "Starte einen Blog". Und genau das tue ich jetzt gerade.
Viele Grüße
Satori