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Dienstag, 24. Februar 2015

I love dogs

Ich muss ehrlich sagen, dass ich nicht sonderlich viel von Jupiter Ascending erwartet habe. Der Trailer versprach einen hübsch animierten, nicht weiter relevanten Action/ScFi Film. Nun, auch wenn das im Großteil vielleicht das ist, was der Film ist, so hat er mir im Endeffekt besser gefallen als ich gedacht hatte.

Es ist im Grunde eine einfache Geschichte. Eine junge Frau, die mit ihrem Leben nicht zufrieden ist (sie lebt als quasi illegale Einwanderin in den USA und putzt Häuser als Lebensunterhalt), findet heraus, dass sie eigentlich eine Weltraumkönigin ist. Ihre intregante Familie hat nichts besseres zu tun, als sie töten lassen zu wollen und sie wird von einem ehemaligen Soldaten beschützt, in den sie sich verliebt.
Trotzdem ist der Film sehr interessant. Die Welt zum einen: Menschen stammen nicht von der Erde. Sie sind eine uralte Rasse aus den Tiefen des Universums und haben die Erde besiedelt, nachdem sie die Dinosaurier ausgerottet hatten. Die Menschheit ist soweit fortgeschritten, dass es ihnen mithilfe von Genetik möglich ist, beinahe ewig zu leben. Der einzige Haken: um ewig zu leben, braucht es angepasstes Genmaterial, was nur aus Menschen gewonnen werden kann. Das heißt, Planeten werden künstlich mit unwissenden Menschen bevölkert und sobald die Planeten eine gewisse Population erreicht haben, werden sie geerntet (ja, das bedeutet Tod für sie). Das ist die profitableste Industrie in der Gesellschaft und eine der reichsten und mächtigsten Familien, der viele, wichtige Planeten gehören, sind die Abrasax. Die Geschwister Balem, Kalique und Titus kämpfen gegeneinander. Da wird ihre verstorbene Mutter in Jupiter Jones wiedergeboren und da ihr die Erde zusteht, beginnt das Chaos.

Die Welt ist originell und auch etwas verwirrend, was daran liegen mag, dass der Film grundsätzlich sehr schnell und teils hektisch ist. Viel Zeit zum erklären und verarbeiten wird dem Zuschauer nicht gelassen und von einer Raumschiffverfolgungsjagd wird einem beinahe schlecht. Einen Gegenpol dazu bildet zum Beispiel die herrliche Szene, in der Jupiter (Mila Kunis) sich mit Weltraumbürokratie rumschlagen muss. Sie schlägt sich sowieso in der ihr vollkommen unbekannten Welt relativ gut und selbst wenn sie es nicht tut, ist Caine (Channing Tatum) da, um sie zu retten.

Soweit so gut. (Spoiler beginnen hier) Schön an dem Ganzen fand ich, dass Jupiter nach alle dem die Königin der Erde sein könnte und die Möglichkeit hat, so zu leben wie ihre Weltraumfamilie und die überlegenen Weltraummenschen, sich aber dafür entscheidet zu ihrer Erdfamilie zurückzukehren und weiter Häuser zu putzen. Sie ist nun wieder so gewöhnlich, wie jemand mit einem Wolf-Hybriden-Freund (der nun auch wunderschöne Flügel hat) und ihrem Wissen sein kann. Es ist irgendwie eine sehr schöne Botschaft. Außerdem ist sie eine der wenigen, die nicht auf die "Mach das oder ich töte deine Familie"-Drohung des Antagonisten, in diesem Fall ihr 'Sohn' Balem (gespielt von Eddie Redmayne, der gerade einen Oscar gewonnen hat - Glückwunsch!), eingeht. Sie entscheidet sich schließlich dagegen ihm für die Sicherheit ihrer Familie die Erde zu überlassen. Das ist auch schon selten. Mich regt das immer leicht auf, denn es ist ja nicht so, als würden die Antagonisten die Familie/Freunde nicht doch töten, wenn sie das haben, was sie wollen. (Spoiler Ende)

Satori is being productive today

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Wie ich darauf kam einen Blog zu starten

Ich habe ein tolles Buch, das da heißt "101 Dinge, die du getan haben solltest, bevor du alt und langweilig bist" Ding Nummer 36 fällt unter die Kategorie Hobbys und heißt "Starte einen Blog". Und genau das tue ich jetzt gerade.
Viele Grüße
Satori