Visitor Map von www.maploco.com

Mittwoch, 29. Mai 2013

Shall we begin? (SPOILER)

Also... nun kommt ein Review. Ich denke, ich habe mich wieder genug erholt, um eine kohärente Bewertung zu schreiben ohne Anfälle zu kriegen. Eine Sache vorweg: Star Trek hat mich früher nie wirklich interessiert. Ich bin mit Star Wars aufgewachsen und habe daher nichts von Star Trek gesehen außer den neuen Filmen von J.J. Abrams. Meine Evaluation ist also von dem Standpunkt einer Person geschrieben, die sich nur in dem Abrams-Universum richtig auskennt.
Fein, wenn wir das nun geklärt haben, fange ich mal an.
SPOILER! Ich sage es noch mal, bitte, bitte, bitte, lest das Folgende nicht, wenn ihr den Film noch nicht gesehen habt.

1. Der Anfang:
Nibiru. Dieser Planet ist optisch einfach nur fantastisch. Weiß und rot und exotisch. Die Einwohner haben anscheinend gerade erst das Rad erfunden und verehren eine Schriftrolle (sie sind außerdem auch weiß und rot). Es beginnt gleich schon einmal dramatisch als Kirk und McCoy die Eingeborenen von dem Vulkan weglocken, der gerade auszubrechen droht. Spock (mit der Hilfe von Sulu und Uhura) will den Ausbruch aufhalten, aber etwas geht schief und Spock sitzt in dem Vulkan fest. Anstatt ihn einfach dort zu lassen, verletzt Kirk die oberste Direktive (nicht in die natürliche Entwicklung eines Planeten eingreifen) und schafft es Spock zu retten. Die Eingeborenen haben aber nun die Enterprise gesehen und scheinen etwas Neues zum Verehren zu haben.
Obwohl der Anfang durchaus hektisch ist, bildet er eine fantastische Exposition, da er in die Hauptfragen des Films einführt: Liegt die Sternenflotte immer richtig? Wie weit würdest du für deine Familie/Crew gehen? Der Beginn stezt den Rythmus für einen Film, der nur in wenigen Momenten an Tempo verliert (und selbst dann ist das nicht schlecht, da man auch ab und zu mal eine Atempause benötigt).
(Oha, das wird ja wohl länger als gedacht. Ich versuche mich kürzer zu fassen und den Film nicht chronologisch nachzuerzählen...)
2. Khan: John Harrison ist Khan, was natürlich niemanden so wirklich überrascht hat. Khan ist ein umwerfender Antagonist (Bösewicht klingt irgendwie zu albern). Er ist herrlich ambivalent in seiner Motivation und Benedict Cumberbatch macht es einem unmöglich ihn komplett zu hassen.
3. Gut und Böse: Zunächst scheint klar zu sein, dass Khan der Tyrann ist, den es zu besiegen gilt. Später wird jedoch deutlich, dass Admiral Marcus mindestens im gleichen Maße Schuld an all dieser Zerstörung hat und hinterher ist er auch an so einigen Toden und so einiger Zerstörung hauptsächlich und vollkommen absichtlich beteiligt. Admiral Marcus hat Khans Crew 'gefangen' gehalten, um ihn zu erpressen hochentwickelte Waffen zu entwickeln und ihn dann dazu zu benutzen, einen Krieg mit den Klingonen anzufangen. Demnach ist Admiral Marcus genau so ein Antagonist wie Khan und es gibt einen Moment in dem Film, in dem man sich wirklich fragt, auf wen Kirk jetzt hören soll. Khan hat all diese Menschen getötet (darunter auch Christopher Pike, was sehr traurig war), aber er hat ihnen auch mit den Klingonen geholfen und hatte einen verständlichen Grund und da ist auf jeden Fall irgendetwas faul mit Admiral Marcus, also wem von beiden kann Kirk nun mehr trauen?
Dadurch, dass die Grenzen zwischen Gut und Böse so herrlich verschwommen sind (nochmal dank Benedict Cumberbatch), bekommt die Handlung des Films einen ganz neuen Unterton.
4. Kirk und Spock: Die Entwicklung von Kirk und Spocks Beziehung und ihrem Verhältnis zueinander ist ein weiteres Hauptthema dieses Films. Nachdem Kirk Spock am Anfang des Films gerettet hat, ist die Frage: wieso? Die Antwort ist denkbar einfach (und es liegt an tumblr, dass ich das nur auf Englisch sagen kann): "Because you are my friend." Diese Zeile wird später nochmal wiederholt, als Kirk stirbt (und damn you, J.J, für ein paar Minuten dachte ich wirklich, Kirk wäre endgültig tot!) diesmal von Spock und die Parallelen sind so herzzerreißend wie wundervoll. (Ja, ich habe geheult und ja, ich darf das!)
5. Die Schauspieler: Ich würde gerne auf einen tumblr Post verweisen: Die Schauspieler sind nicht nur super ausgesucht und zwar alle (findet auch mein Onkel*), sondern sie schauspielern auch noch super. John Cho (Sulu), Zoe Saldana (Uhura), Anton Yelchin (Chekov), Karl Urban (McCoy), Simon Pegg (Scotty) und besonders Zachary Quinto (Spock), Chris Pine (Kirk) und natürlich Benedict Cumberbatch. Sie erwecken diese Figuren zum Leben und sind ein großer Teil davon, warum ich bei diesem Film so sehr migefiebert habe. Ein kleines Beispiel: Als Kirk Admiral Marcus anfleht seine Crew zu verschonen, sieht man die pure Verzweiflung und Angst auf seinem Gesicht. So deutlich, dass ich es selbst gespürt habe. Und dann natürlich die Szene, in der Kirk stirbt, man sieht in Spocks Gesicht alle Emotionen, die er zu unterdrücken versucht.
Wie gesagt. Fantastisch!
6. Visuelle Effekte: Keine Diskussion. Selbst wenn ihr sonst nichts an diesem Film mögt (wie könnt ihr nur???), dann müsst ihr einsehen, dass die visuellen Effekte unglaublich sind.
(Oha, das war wohl nichts mit dem Kurzfassen... Sorry, I'm not sorry...)

Satori over and out

P.S. Morgen werde ich Star Trek Into Darkness nochmal sehen. Diesmal hoffentlich ohne auszurasten...

* Nun auch mit der Meinung meines Onkels, der schon ewig ein großer Star Trek Fan ist und alles davon gesehen und gesammelt hat: mein Onkel findet Star Trek Into Darkness auch super. Er hat besonders Benedict Cumberbatch gelobt und die Tatsache, dass J.J. so gut mit dem alternativen Universum umgegangen ist.

Keine Kommentare:

Wie ich darauf kam einen Blog zu starten

Ich habe ein tolles Buch, das da heißt "101 Dinge, die du getan haben solltest, bevor du alt und langweilig bist" Ding Nummer 36 fällt unter die Kategorie Hobbys und heißt "Starte einen Blog". Und genau das tue ich jetzt gerade.
Viele Grüße
Satori