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Sonntag, 16. August 2015

Like beautiful, beautiful savages

Ich habe endlich den Savages Film gesehen, den ich mir schon vor einer Weile gekauft habe. Er ist von Oliver Stone und basiert auf dem gleichnamigen (zumindest in englisch auf deutsch heißt das Buch Zeit des Zorns) Buch von Don Winslow. Das Buch habe ich mir damals gekauft, als ich ein neues englisches Buch zum lesen gesucht habe und die Cinema den gerade raus gekommenen Film gelobt hat. Eigentlich ist es überhaupt nicht meine Sorte Buch. Gewalttätig, vulgär, eine relativ realistische Geschichte über Drogenhändler und ein besonderer abgehackter Schreibstil. Aus irgendeinem Grund hat mich das Buch aber sehr angesprochen und ich finde es super. 
Demnach handelt es sich hierbei um die Sorte Film, bei der ich das Buch vorher gelesen habe und das ist immer gefährlich. Es kann ganz fürchterlich enden und im besten Fall ist es annehmbar. Glücklicherweise handelt es sich bei diesem Film um den besten Fall. Denn auch wenn das Buch nicht Wort für Wort umgesetzt wurde, so trifft der Film doch den Ton und die Stimmung sowie die Charaktere und dir Geschichte.

Eindrücke folgen:
1. Ben (Aaron Taylor-Johnson) und Chon (Taylor Kitsch) leiten ein höchst erfolgreiches Marihuana Business und sind damit ziemlich gut dabei. Zu ihrem Glück fehlt nur noch ihre Freundin O (Blake Livley) - ja, sie sind beide mit ihr zusammen und ja, das funktioniert ganz prima. Die drei sind eigentlich glücklich, da kommt ein mexikanisches Drogen Kartell unter der Leitung von Elena La Reina (Selma Hayek) und will deren Geschäft übernehmen. Diskussion ausgeschlossen. Als sie aber doch diskutieren wollen, entführt der grausame Handlanger mit eigenen Zielen Lado (Benico Del Toro) O und Chaos bricht los.
Wie gesagt, die Charaktere sind gut gemacht und sowohl Ben als auch Chon und O und der Rest sind passend zu ihren Buch Charakterisierungen, was mir natürlich gefällt, weil ich die Buch Charakterisierungen mag.
2. Die Musik liefert eine passende Untermalung, die sehr zur Atmosphäre beiträgt.
3. Wo wir schon mal bei der Atmosphäre sind: die Stimmung gespeist aus authentischen Landschaftsaufnahmen und passenden Schnitten ist schon etwas Besonderes. Sie mischt das Sorglos-Flair von Südkalifornien mit der grausamen Welt der Drogen Kartelle.
4. Thema Authentizität: da ich mir das Making-Of angesehen habe, weiß ich, dass sie einige Menschen engagiert haben, um das echter wirken zu lassen. Zum Beispiel einen DEA Beamten, einen Navy SEAL, einen Marihuana Experten und einen "Hacker"-Experten.
5. Der besondere Schreibstil des Buches findet sich nicht nur in den Gesprächen sondern, wie ich finde, auch in den Bildern wieder.
6. Der Film ist ab 18 und das absolut zurecht. Wer sich an (ziemlich fieser) Gewalt und Sexszenen stört, sollte diesen Film lieber meiden.
7. Die Gewalt ist aber nicht sinnlos, da sie eines der Hauptthemen, aka menschliche Abgründe aka wozu sind Menschen in bestimmten Situationen fähig, unterstreicht.
8. Ich bin ein Fan von der Beziehung von Ben, Chon und O. Ben und Chon sind beste Freunde, gründen das Business und wohnen größtenteils zusammen in einer riesen Villa. O lernen sie kennen und lieben und sind von nun an beide mit ihr zusammen und das wissen sie auch und es stört sie nicht. O liebt sie beide gleich stark und die Jungs sich auch. (Aus dem Buch. "He fought for Ben and O. They were his country now." "The way Chon saw it there were Ben and O. Everybody else. For Ben and O he'd do anything to everybody else.") Irgendwie funktioniert das super, weil die drei sich ergänzen und so perfekt zusammen passen.
9. SPOILER!!! (Für diesen Punkt.)
Was ich nur nicht verstehe, ist, warum der Film, nachdem er brav das Buch Ende gezeigt hat, ein Hollywood Happy End anschließt. Das Buch Ende war ungefähr so passiert, die drei (Ben, Chon und O) lagen zusammen sterbend im Sand und ich bin zufrieden und traurig, da wird plötzlich die ganze Szene zurückgespult und ich verstehe die Welt nicht mehr. Statt mit dem poetischen 'alle Beteiligten haben die Konfrontation nicht überlebt' des Buches endet der Film mit einer 'die DEA kommt im letzten Moment und verhaftet alle' Szene. Gut, ich gönne den dreien von ganzem Herzen, dass die jetzt in Indonesien leben können, aber ein Happyend dran zu setzen, macht für mich keinen Sinn (und Lado darf nicht davon kommen, der Mistkerl!). Die Geschichte verliert dadurch an Wirkung, finde ich... Aber was soll's.
SPOILER ENDE!!!

Satori is tired af

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Wie ich darauf kam einen Blog zu starten

Ich habe ein tolles Buch, das da heißt "101 Dinge, die du getan haben solltest, bevor du alt und langweilig bist" Ding Nummer 36 fällt unter die Kategorie Hobbys und heißt "Starte einen Blog". Und genau das tue ich jetzt gerade.
Viele Grüße
Satori