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Freitag, 10. Juni 2016

What is your lonely island band?

Wie ihr wisst, mag ich keine Horrorfilme. Wie ihr außerdem vielleicht wisst, mag ich Anton Yelchin (bekannt als Chekov aus dem neuen Star Trek). Wie ihr auch wisst, habe ich diesen Monat eine Kinoflatrate und der Film Green Room läuft gerade zufällig im Kino. Die Cinema gab ihm eine gute Bewertung (5 Sterne!) und ich dachte mir, hey, warum nicht.

Das ist die Geschichte, wie ich einen Horrorfilm entgegen allen meinen Überzeugungen tatsächlich im Kino gesehen habe.

Eine Punk Rock Band namens The Ain't Rights braucht dringend einen Auftritt. Ihnen wird einer organisiert, doch leider findet der nun in einer Neonazi Bar statt. Dass die Band mit dem Song "Nazi Punks Fuck Off" anfängt, war vielleicht nicht so clever. Dass sie eine Leiche finden, war unvorhersehbar und ganz sicher ungewollt. Den Nazis ist es daran gelegen, die ganze Angelegenheit zu vertuschen und die Punks wollen einfach nur da weg. Die Situation ist soweit eskaliert, dass Tod mittlerweile beinahe eine Gewissheit ist.

Erstens: ich weiß schon, warum ich nie Horrorfilme gucke und erst recht nicht im Kino. Ich weiß nicht, ob es an der großen Leinwand liegt (oder an den Horrorfilm Trailern davor), aber ich war die ganze Zeit mega nervös und beunruhigt (Ziel erreicht, Film!). That said, ich mochte den Film eigentlich.

Was ich gut fand, ist, dass es nicht von Anfang an ein Gemetzel war, sondern, dass wir zunächst die zukünftigen Opfer kennengelernt haben und die Spannung sich langsam weiter aufbaute. Selbst als sie die Leiche gefunden haben, ist eine Eskalation noch nicht bevorstehend, da wenigstens zunächst noch versucht wird, die Situation für alle Beteiligten zufriedenstellend aufzulösen. Dass die Punks dem Tod geweiht sind, wird erst mit dem Eintreffen von Anführer Darcy (Patrick Stewart) deutlich. Und selbst dann ist die Eskalation nicht plötzlich und übertrieben, sondern läuft in einem glaubwürdigen Tempo ab. Die Spannung kommt hierbei nicht von einem unnötig ekelhaftem Gemetzel sondern daher, dass zwischenzeitlich trügerische Ruhe herrscht, es aber jederzeit wieder los gehen könnte.

Auch gut fand ich, dass obwohl die Nazis unfraglich die Bösen dieses Films sind, sie nicht blutrünsitge over-the-top Monster sind. Das lässt den Film um einiges realistischer und damit noch gruseliger wirken. Sie töten nicht, weil sie jetzt so großen Spaß am Töten haben, sondern aus rein praktischen, pragmatischen Gründen. *shudder*

Ein letzter Pluspunkt ist noch, dass die Charaktere nicht in diese Situation geraten, weil sie zu dämlich zum Leben sind (wie das so oft in Horrorfilmen der Fall ist), sondern durch eine sehr unglückliche Verkettung von Umständen. Sowieso vermeidet dieser Film einige der offensichtlicheren Horrorklischees, was auch nicht schlecht ist. 

Ich kann kaum glauben, dass ich hier so einen Film so sehr lobe.

Satori did this mainly because she likes torturing herself

P.S. Vor dem Film kam neben Horrorfilmtrailern auch ein Trailer für Star Trek Beyond. Was zunächst eigenartig erscheint, da Star Trek eher wenig mit Horrorfilmen zu tun hat, ergibt Sinn, wenn man bedenkt, dass Green Room nicht nur Neu-Chekov Anton Yelchin sondern auch Picard Patrick Stewart aufweisen kann. Eine gewisse Überschneidung gibt es also doch beim Publikum.

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Wie ich darauf kam einen Blog zu starten

Ich habe ein tolles Buch, das da heißt "101 Dinge, die du getan haben solltest, bevor du alt und langweilig bist" Ding Nummer 36 fällt unter die Kategorie Hobbys und heißt "Starte einen Blog". Und genau das tue ich jetzt gerade.
Viele Grüße
Satori