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Freitag, 13. Mai 2016

So was I (expect Spoiler naturally)

aka nice and brilliant things about Civil War

Erstmal, wer den Comic CW erwartet, der wird enttäuscht. Denn mit dem Comic CW hat das, soweit ich das erkennen kann, nur wirklich den Titel gemeinsam. Gut, das konnte man sich auch schon vorher denken, da Marvel weder die Rechte zu den X-Men, die im CW eine tragende Rolle spielen, noch zu den Fantastic Four und weiteren Charakteren hat. Außerdem wäre die Dimension des Comic CW zu groß für nur einen Film. Zuguterletzt können sie sich es in den Filmen einfach nicht leisten eine derartige Menge an Charakteren (permanent) zu töten.
Film CW ist also etwas gänzlich anderes (auch wenn es ein wunderschönes Comic CW Zitat enthält), nichtsdestotrotz (oder vielleicht deswegen) ist es aber super, weil es den Russos wundervoll gelingt eine eigene Geschichte zu erzählen. 

Es folgen ganz große SPOILER!!!

Ich bin wieder zurück mit meiner Liste von positivem!

1. Charakterisierungen ftw. Die Russos verstehen es echt, die Charaktere darzustellen. Ihre Handlungen sind nachvollziehbar und an ihre jeweiligen Hintergründe angepasst. Die große Stärke dieses Films (neben den fantastischen Kampfsequenzen und politischen Hintergründen) sind die einzelnen Charaktere und wie sie miteinander arbeiten, interagieren und sich gegenseitig ergänzen. Civil War ist das Risiko eingegangen, emotionale Tiefe durch die schiere Masse an Charakteren zu verlieren, was aber meiner Meinung nach nicht passiert ist.
2. Rhodey ist nicht gestorben!!!!! Puh. Ich hatte mir schon Sorgen gemacht. Er hat zwar durchaus verheerende Verletzungen erlitten, aber er hat es überlebt. 
3. T'Challa ist der Beste und ich möchte bitte jetzt sofort den Black Panther Film, danke. T'Challa hat mir vom Charkater und auch seinem Superhelden Alter Ego her so gut gefallen, dass er zu einem meiner absoluten Lieblinge avanciert ist. Ist er zunächst von (verständlicher) Wut und Trauer getrieben, so ist er am Ende derjenige, der den Plan von Zemo durchschaut und nun wohl auch für Buckys Genesung verantwortlich sein wird.
4. Spiderman war süß. Ja, ich trauere immer noch gewissermaßen Andrew Garfield hinterher, aber dieser Spiderman hat mir dann doch überraschend gut gefallen. Er hat lustige One-liner, ist herrlich unsicher und die Szene, in der er Buckys Schlag aufhält, ist sehr gelungen. Außerdem bedeutet das Gesehene, dass wir nicht noch einen Spiderman Origins Film haben werden, was den MCU Spiderman Film wieder etwas interessanter macht.
5. Noch etwas, was die Russos sehr gut können, sind Kampfszenen. Die waren mal wieder einfach nur wow. Ob zu Beginn in Lagos, Steve und Bucky, die vor Polizei fliehen, die Kulmination auf einem Flughafengelände in Leipzig oder am Ende Steve und Bucky gegen Tony. Alle sind sie wundervoll choreografiert und spannend anzusehen. Zumindest ich hatte dabei das Gefühl, dass tatsächlich etwas auf dem Spiel steht. 
6. Familie als Motivator. Neben den politischen Gründen, zu denen ich noch komme, sind hier vor allem verstorbene Familienmitglieder die entscheidenden Motivationen. Am Anfang steht die Frau, deren Sohn in Sokovia gestorben ist und den Tony als Beweis für staatliche Kontrolle sieht. Der Tod von T'Chaka, T'Challas Vater, setzt T'Challa gegen Bucky, der angeblich dafür verantwortlich ist, und damit auf Tonys Seite. Der Tod von Zemos Familie in Sokovia ist seine Motivation die Avengers gegeneinander aufzuhetzen und hey, es funktioniert sogar tatsächlich. Und schließlich der Tod von Tonys Eltern (oder mehr seiner Mutter). Die Szene, in der der Winter Soldier Tonys Eltern tötet, ist der Beginn dieses Films. Dass es Tonys Eltern sind, wird jedoch erst am Schluss enthüllt. Die Tatsache, dass es eben keinen gemeinsamen Feind zu bekämpfen galt und dass Steve Tony verheimlicht hat, dass Bucky für den Tod seiner Eltern verantwortlich ist, führt schließlich zu dem letzten Kampf. Was ich eigentlich sagen wollte, war, dass ich gut finde, dass dieser Film sein Leitmotiv durchgezogen hat.
7. Civil War hat das vermieden, was mein Kritikpunkt an Batman v Superman war. Der Konflikt hat weder sinnlos angefangen, noch wurde er einfach aufgelöst. Wenn man mal so drüber nachdenkt, wurde er gar nicht aufgelöst. Team Cap ist auf der Flucht vor der Regierung und Tony und Steve haben sich definitv nicht vertragen. Was als Meinungsverschiedenheit beginnt, wird mit Bucky für Steve persönlich, eskaliert weiter mit Wandas Hausarrest, wird für Tony persönlich mit Rhodeys Verletzung und kulminiert schließlich in dem Kampf zwischen Bucky und Steve und Tony. Steve wird zum Verbrecher, um Bucky zu beschützen. Tony und Co. arbeiten weiter für die Regierung (und nicht nur für die US-Regierung) und setzen ihr Verständnis von Recht um. Niemand will dem anderen wirklich etwas (wie Clint und Natashas Dialog mitten im Kampf oder Tony in dem Supermenschen Gefängnis beweist) - bis zum Endkampf, bei dem ein gegenseitiges "Hey, komm, sei vernünftig" sich in "Ich will Bucky tot sehen."-"Das kann ich nicht zulassen, eher töte ich dich." verwandelt. Gut gemacht.
8. So, let's talk politics. Den Anfangskonflikt, bevor Bucky überhaupt vorkommt, bilden die Sokovia Accords. Dort sollen aufgrund der Kolleteralschäden und zivilen Opfer, die die Kämpfe verursacht haben, die Avengers einem internationalem Gremium untergestellt werden. Steve ist sofort (und aus gutem Grund) misstrauisch, da er noch SHIELDs Infiltration durch HYDRA vor Augen hat und befürchtet, dass das Gremium ihre Macht ausnutzen wird, um Einsätze zu bestimmen. Tony auf der anderen Seite befürwortet die Idee und er begründet das mit Verantwortung. Menschen mit ihren Möglichkeiten, so sagt er, können nicht einfach unkontrolliert und ohne Konsequenzen durch die Lande ziehen (ein ähnliches Argument wird auch in Batman v Superman von der Senatorin gebracht). Beide Standpunkte sind legitim und genau das macht den Reiz aus.
8.b. Dazu: Wie General Ross die Supermenschen handhabt, ist ein Grund, warum ich in diesem Konflikt immer auf Steves Seite sein werde. Er sagt zum Beispiel über Thor und Bruce: "Wenn ich zwei Nuklearsprengköpfe verlegt hätte, ..." Wow. Das ist genau das Argument, was mich jedes mal bei X-Men so aufregt. Sie sind keine Waffen, sie sind Menschen (oder Asen in Thors Fall) vernunftbegabt mit Gefühlen, eigenem Willen und Verantwortungsbewusstsein. Auch wie Wanda von den Regierungsangehörigen behandelt wird ist einfach nur grässlich. Sie wird sofort unter Hausarrest gestellt, falls sie unter Umständen vielleicht versuchen wollen würde zu fliehen. In der Szene mit Vision wurde klar, dass sie eigentlich gar nicht vor hatte, die Villa zu verlassen, da sie sie als ihr Zuhause ansah. In Ross zeigt sich ein Überbleibsel des CW Comics, in dem Supermenschen unter Generalverdacht gestellt werden.
9. Ich mag das Tempo des Films. Spannende Action-Szenen, aber auch ruhigere Szenen, in denen sich der Konflikt natürliche entfalten kann.
10. "Plant yourself like a tree by the river of truth and tell them: No, you move!"
11. Ich frag' mich nur, wann es jetzt weiter geht mit der Geschichte. Die Hauptakteure Tony und Steve bekommen keinen eigenen Film mehr. Werden wir erfahren, was mit den Rest Avengers passiert ist, in Spiderman? Ant-Man and the Wasp? Oder doch erst in Infinity War?

Ich habe jetzt sicher etwas vergessen und könnte außerdem noch ausführlichere charakterspezifische Beschreibungen anfügen, aber das soll's für's erste gewesen sein.

Satori is tired af and should have gone to bed hours ago it's 3am forgive her for coherence and spelling mistakes

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Wie ich darauf kam einen Blog zu starten

Ich habe ein tolles Buch, das da heißt "101 Dinge, die du getan haben solltest, bevor du alt und langweilig bist" Ding Nummer 36 fällt unter die Kategorie Hobbys und heißt "Starte einen Blog". Und genau das tue ich jetzt gerade.
Viele Grüße
Satori