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Sonntag, 11. Dezember 2011

Just In Time


Gestern war ich im Kino. Endlich mal wieder. Nach einigen Wochen Kino-Entzug hatte ich endlich wieder einen Grund mir einen Film anzuschauen und zwar In Time.
Ein paar Grundinfos: In der Zukunft altert niemand nach seinem 25ten Geburtstag. Ab dann beginnt die grün-leuchtende Uhr an ihrem linken Arm abzulaufen. Zu Beginn hat man ein Jahr. Alles kostet Zeit (z.B. ein Kaffee 4 Minuten und eine Busfahrt 2 Stunden). Arme Leute sterben, weil sie einfach nicht genug Zeit verdienen können, um die Lebenserhaltungskosten zu bezahlen. Dann gibt es auch reiche Leute, die quasi ewig leben können.
Will Salas (Justin Timberlake) ist einer der armen Leute. Er lebt mit seiner Mutter (Olivia Wilde) im Ghetto. Eines Tages schenkt ihm ein ziemlich reicher Fremder (der White Collar Typ), der sterben will, 116 Jahre. Die Geschichte nimmt ihren Lauf, denn nun kämpft Will dafür die Ungerechtigkeit auszugleichen. Unterstützt wird er dabei von der Bankiers-Tochter Sylvia Weis (Amanda Seyfried). Doch die Polizei (genannt Timekeeper) ist ihnen in Form von Timekeeper Raymond Leon (Cillian Murphy) auf den Fersen.

Sooo... und nun eine kleine Bewertung, die Spoiler enthalten kann (seid gewarnt!):
Ich mochte den Film sehr. Er hinterließ bei mir eine leicht paranoide Grundstimmung, sodass ich für den Rest des Abends (was glücklicherweise nicht lange war) auf meine Arm geguckt habe, um mich zu vergewissern, dass dort nicht grün-leuchtende rapide ablaufende Zahlen sind. Das macht auch die Spannung des Films aus, dass jeden Moment die Hauptcharaktere einem Zeitmangel erliegen könnten. Zum Beispiel der Timekeeper: Er vergisst gegen Ende seine Zeit aufzuladen, als er Will und Sylvia verfolgt und dann ganz plötzlich stirbt er.
Das Thema des Films ist interessant und politisch aktuell. Es zeigt eine Dystopie mit einem Klassen System, in dem die Schere zwischen reich und arm riesig ist. Der Film spielt außerdem auf Schönheits- und Jugendwahn an. (Phillipe (Sylvias Vater): "Früher war alles einfacher: Sie fragen sich, ob sie meine Mutter, meine Tochter oder meine Schwester ist. Sie hoffen, sie ist nicht meine Frau.")
Will und Sylvia lehnen sich gegen ein korruptes unfaires System auf. Sie stehlen Zeit aus den großen Banken ("Ist es stehlen, wenn es schon gestohlen ist?") und verschenken (!) sie an die Armen.
Heutzutage zur Zeiten der Bankenkrise und der generellen politischen Unzufriedenheit sind gerade solche Paranoia Thriller besonders aktuell. Mal abgesehen davon, macht es einfach Spaß ihn zu sehen.

Ergänzungen:
Es gibt 'ne Mafia. Die sogennanten Minutemen. Die stehelen irgendwelchen Leuten einfach so die Zeit. Ihr Anführer Fortis wird von Alex Pettyfer gespielt. Die Mafia wird von den Timekeepern in Ruhe gelassen, weil sie nur die armen Leute im Ghetto attackiert.
Um vom Ghetto namens Daylton ins Reichenviertel New Greenvich überzuwechseln, muss insgesamt über ein Jahr bezahlen.
Die Uhr sieht so aus: 0000.00.0.00.00.00 Das höchste, was draufstehen kann, ist: 9999.51.6.23.59.59 (9999 Jahre, 51 Wochen, 6 Tage, 23 Stunden, 59 Minuten und 59 Sekunden)

Satori over and out.

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Wie ich darauf kam einen Blog zu starten

Ich habe ein tolles Buch, das da heißt "101 Dinge, die du getan haben solltest, bevor du alt und langweilig bist" Ding Nummer 36 fällt unter die Kategorie Hobbys und heißt "Starte einen Blog". Und genau das tue ich jetzt gerade.
Viele Grüße
Satori