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Donnerstag, 7. Januar 2016

It's true. All of it. (SPOILER!!!)

Continue at your own risk. You have been warned.

Ein letztes mal zur Sicherheit: Dieser Post beinhaltet definitive SPOILER für The Force Awakens.

Es folgt eine nähere Beschreibung, warum TFA fantastisch ist.

1. The Magic. Okay, ich bin leidenschaftlicher Star Wars Fan und finde nicht mal die Prequels so grauenvoll wie viele andere. Ich bin mit Star Wars aufgewachsen wie andere mit Harry Potter und es war womöglich mein allererstes fandom (noch vor Herr der Ringe). Dass es magisch wird, die Saga wieder im Kino zu sehen, war also vorher schon klar. Aber mal ganz abgesehen davon, hatte dieser Film meiner Meinung nach das, was den Prequels zum Teil gefehlt hatte, und hat es damit geschafft, einen zu der Anfangszeit von Star Wars zurückzuversetzen, als alles noch neu und faszinierend war. Sowas zu Zeiten der konstanten Spektakel in den Kinos zu erreichen, ist schon bemerkenswert.
2. Women. Women everywhere. Neben der absolut fantastischen Hauptheldin Rey (Daisy Ridley), die in dem nächsten Punkt noch mehr beschrieben wird, gibt es auch noch weitere weibliche Charaktere. Allen voran natürlich GENERAL Leia Organa (Carrie Fisher - say one word about how she's not hot enough anymore and I'll hit you over the head with my Lightsaber). Ich habe mich so sehr gefreut, als in dem Anfangstext als General benannt wurde. Nun hat sie auch endlich den Titel, der mit ihrer Position einhergeht. Sie ist die unangefochtene Anführerin des Widerstandes und wo ihr Bruder und Ehemann mit der Tragödie nicht umgehen konnten und sich zurückgezogen haben, behielt sie ihren Kopf oben und tat, was sie konnte, um die Erste Ordnung zu bekämpfen. Auf der anderen Seite gibt es Captain Phasma (Gwendoline Christie bekannt aus Game of Thrones). Sie führt die Sturmtruppen an, kennt all ihre Bezeichnungen und sieht absolut badass aus in ihrer silbernen Rüstung. Dann gibt es natürlich noch Maz Kanata (Lupita Nyong'o), die als weise alte Frau nicht nur Rey in die richtige Richtung schubst, bitte mehr von ihr. Ganz abgesehen davon bekommen wir weitere Widerstands Kämpferinnen im Hintergrund, eine X-Wing Pilotin, eine weibliche Sturmtrupplerin (was heißt es gibt mehrere), eine weibliche Botschafterin (die wir kurz sehen, bevor ihr Planet explodiert) und eine Erste Ordnung Soldatin in der Kommandozentrale. Frauen sind überall und das ist sehr schön.
3. The new characters. Sie sind alle so wundervoll, aber hier widme ich mich einzeln dem neuen Trio:
3a) Rey (Daisy Ridley). Das erste mal, wo wir Rey sehen, ist sie am arbeiten. In einer schön gefilmten Szene sammelt sie Schrott aus einem abgestürzten Sternen Zerstörer. Das verkauft sie dann und bekommt dafür eine magere Portion Essen. Ihr Leben ist hart, sie ist größtenteils allein und es zeichnet sich nicht ab, dass sich daran in nächster Zukunft etwas ändert. Dennoch hält sie an ihrer Hoffnung fest, dass diejenigen, die sie damals auf dem Wüstenplaneten abgeliefert haben, wieder kommen werden. Sie kann bestens auf sich aufpassen und hilft BB-8 und später Finn beinahe sofort. Sie wurde dazu gezwungen unabhängig wie sonst was zu sein und schafft es trotzdem irgendwie sich mit Finn zu befreunden. Ihr "Bleib!" auf sein "Komm mit mir!" ist gerade deshalb so traurig. Später schafft sie es, sich selbst aus den Klauen von Kylo Ren zu befreien und ist dennoch erleichtert, als sie merkt, dass Finn zu ihr zurück gekommen ist. Ihr Kampf gegen Kylo ist voll von Verzweiflung und roher Kraft, es steckt wenig Finesse dahinter und gerade das finde ich so super. (Zu allen die sagen "hey, wie konnte sie denn Kylo fast besiegen, sie hat doch gar kein training?!?!??", 1. hatte Luke auch nicht wirklich, 2. doch hatte sie, es wurde sogar explizit gezeigt, wie fähig sie im Nahkampf ist, 3. Kylo war stark verwundet und konnte sich so null konzentrieren.) Ganz am Ende bevor sie den im Koma liegenden Finn verlässt, um Luke zu suchen, küsst sie ihn sanft auf die Stirn und sagt "Wir werden uns wieder sehen!". Das ist einfach so unglaublich zärtlich und liebevoll, besonders wenn man bedenkt, dass sie wahrscheinlich in ihrem ganzen Leben weder solche Zärtlichkeit erfahren hat, noch selber verteilt. Als sie schließlich Luke das Lichtschwert erwartungsvoll hinhält, ist klar, dass sie die Heldin ist, die wir und die Galaxie verdienen!
3b) Finn (John Boyega). Oh Finn, mein lieber armer Finn. Seine Geschichte ist so besonders und einzigartig, weil Sturmtruppen bis zu diesem Zeitpunkt ausschließlich gesichtslose Feinde waren (es ging sogar so weit, dass einige weniger in der Materie steckende Leute fest davon überzeugt waren, dass es sich bei den Sturmtruppen um Roboter handelt). Finn zeigt uns, dass das keinesfalls so ist. Als Baby entführt, indoktriniert, konditioniert und trainiert, stand ihm eine gute Karriere bevor, wäre er nicht so mitfühlend. Das war sein einziger Fehler. In seinem ersten Gefecht stirbt ein Kamerad vor seinen Augen und die ganze Zerstörung, der ganze Schmerz und die Schreie sind zu viel für ihn. Er bringt es nicht über sich Unschuldige zu töten und muss dafür erneut eine Strafe ertragen. In dieser Atmosphäre beschließt er, die Erste Ordnung zu verlassen und befreit unter großen Risiken einen Widerstandspiloten. Und obwohl er Todesangst hat und sich vor nichts mehr fürchtet als vor der Ersten Ordnung, macht er sich trotzdem auf den Weg die Mission des Piloten, der ihm einen Namen gegeben hat, zu beenden. All den Schmerz, den er ertragen musste, und trotzdem schafft er es, sich über einfache Dinge zu freuen und schnell Freunde zu finden. Seine Loyalität zu diesen neuen Freunden, ist sein stärkster Antrieb, so stark, dass er sogar seine Angst übersteigt. Obwohl er weiß, dass es ihn wahrscheinlich töten wird, ist er bereit für Rey zu kämpfen. Jetzt liegt er noch im Koma, aber wenn er aufwacht, muss er in einer Welt zurecht kommen, die so ganz anders ist als das, was er gewohnt ist. Finns Entwicklung wird noch echt spannend.
3c) Poe Dameron (Oscar Isaac). Gut, er war jetzt nicht so lange zu sehen und sollte eigentlich auch am Anfang sterben (gut, dass J.J. seine Meinung geändert hat), aber er ist offiziell Teil des neuen Trios. Er wird eingeführt als der beste Pilot des Widerstandes und Vertrauter von General Organa. Die Rebellion ist in seinem Blut (Hintergrundwissen sagt einem, dass seine Mutter eine wichtige Pilotin der Rebellen Allianz war und mit Luke geflogen ist). Eine der ersten Sachen, die er sagt, ist, als er vor Kylo Ren geschleift wird: "Wer redet zuerst? Rede ich zuerst oder du?" Das ist ein garantierter Lacher und zeigt, dass er sich nicht unterkriegen lässt. Als Finn ihn nach verheerender Folter befreit, vertraut er ihm nach einem schönen Dialog ("Warum hilfst du mir?" "Weil es das einzig richtige ist!" "Du brauchst einen Piloten." "Ich brauche einen Piloten.") sein Leben an. Er erklärt Finn ruhig und geduldig die Blaster Kontrolle des Schiffes und freut sich mit ihm als er gut schießt. Er ist es, der Finn seinen Namen gibt und ihn sofort darauf benutzt, um zu zementieren, dass Finn jetzt eine Person ist und keine Nummer. Später, als sie wieder vereint werden, ist er sich nicht zu schade laut nach Finn zu rufen und erleichtert auf ihn zu zu rennen, um ihn fest zu umarmen. Nach seinem Namen schenkt er Finn noch seine Jacke, das erste Besitzstück, was Finn nicht von der Ordnung hat. Poe ist selbstbewusst, aber nicht arrogant, er drängt sich nicht in den Vordergrund und zeigt seine Emotionen offen. Ich freue mich schon auf mehr von ihm.
4. I think it was good that Han died. Warte, bevor ihr mich anschreit, lasst mich erklären wieso. Ich mag Han und sein Tod war sehr traurig und tragisch, aber irgendwer musste sterben, um den Fokus von dem alten auf das neue zu lenken. Hans Tod hatte somit etwas symbolisches und war stimmig. Ich fand seinen Auftritt in diesem Film echt super und sein Tod hat dazu gehört, als Katalysator für zukünftige Entwicklungen.
5. The Force is everywhere. Sehr gefallen hat mir übrigens auch die Benutzung der Macht in diesem Film. Zu einer Zeit, wo es keinen offiziellen Jedi Orden gibt, der den Glauben an die Macht und die Balance am Leben erhält, ist die Macht zu einer Legende geworden. Dennoch wurde ihre potentielle Stärke nicht vergessen. Kylo Ren ist mächtig, aber unkontrolliert. Die Macht fließt durch ihn, aber seine Zerrissenheit hält ihn davon ab, sie effektiv zu benutzen. Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb ist er so furchteinflößend für diejenigen, die die Macht nicht anders kennen. Rey hingegen weiß so gut wie gar nichts von der Macht, obwohl sie sie schon ihr ganzes Leben hatte und sie ihr unbewusst geholfen hat. Der Kontakt mit dem Lichtschwert und die damit einhergehenden Erinnerungen, Emotionen und Energien überfordern sie verständlicherweise. Als Kylo sie foltert, gelingt es ihr gegen seine Kraft zu halten und schließlich mit Konzentration, die ihm in diesem Augenblick fehlt, den Spieß umzudrehen. Reys Verbindung zur Macht ist intuitiv. Außerdem, klein und vielleicht nicht so bedeutend, als Han stirbt, spürt Leia das durch ihre Verbindung in der Macht. Die Macht ist die Energie, die alles verbindet, und in den nächsten Filmen werden wir das weiter sehen.
6. Kylo Ren is a whiny brat and that's okay. Ich habe das Gefühl Leute mögen Kylo Ren (Adam Driver) nicht, weil er nicht Darth Vader ist. Er ist nicht der mysteriöse, stoische Bösewicht, der nur spricht, wenn es wirklich nötig ist. Das ist aber genau der Punkt. Kylo Ren ist nicht Darth Vader. Egal, wie gerne er das selbst hätte. Das Licht ist zu stark in ihm und es frustriert ihn und macht ihn instabil. Wir wissen nicht, wie Snoke ihn überzeugt hat zur dunklen Seite zu wechseln, aber es muss sehr effektiv gewesen sein. Kylo ist mit Sicherheit mit unerfüllbaren Erwartungen groß geworden. Das ist keine Entschuldigung, nein, aber eine Erklärung, warum sein Charakter so ist, wie er ist. Diese Erwartungen ist er nie los geworden und anstatt sich von ihnen zu befreien, projiziert er sie nun auf seinen Großvater und verherrlicht dessen Fehler. Seine Kraft und seine Wutausbrüche gehören zu ihm wie das extravagante, ungeschliffene Lichtschwert und die Maske, die er benutzt, um noch furchteinflößender zu wirken. Mal schauen, wie sie seine Geschichte in den nächsten Filmen weiter ausbauen. (Btw wenn ihr etwas gegen den Charakter habt, okay, aber lasst Adam Drivers Aussehen da raus. Der Typ scheint wirklich nett zu sein und unsicher, er verdient die Beleidigungen nicht.)
7. Same. Different, but same. Einer der Hauptkritikpunkte einiger Leute ist, dass Episode VII ein Aufguss von Episode IV ist und damit haben sie nicht einmal wirklich Unrecht. In vielen Dingen gleicht die Geschichte von VII der von IV. Das ist aber meiner Meinung nach gar nicht so schlimm. Der Hauptkritikpunkt der Prequels war, dass sie nicht so waren wie die Originals. Für die Neuerungen, die J.J. Abrams in Star Trek eingeführt hat, haben ihn die Fans in der Luft zerrissen. Es liegt also nahe, zu vermuten, dass eine Modernisierung der alten Trilogie genau das ist, was die Fans eigentlich wollen. Also haben sie das bekommen und wenigstens in meinem Fall (und andere stimmen mir da zu), ist es sogar besser geworden, als ich erwartet hatte.
8. The possibilities! Die Möglichkeiten, die die näschten zwei Filme aufweisen, sind einfach wundervoll. Rey wird eine Jedi, Finn integriert sich in den Widerstand, wir sehen mehr von Poe, wir erfahren, wer oder was Snoke ist, wie Ben Organa-Solo zu Kylo Ren geworden ist, was es mit dem Jedi-Tempel zu tun hat und vieles mehr. Ich kann es kaum erwarten.

Satori wrote too much but she doesn't care

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Wie ich darauf kam einen Blog zu starten

Ich habe ein tolles Buch, das da heißt "101 Dinge, die du getan haben solltest, bevor du alt und langweilig bist" Ding Nummer 36 fällt unter die Kategorie Hobbys und heißt "Starte einen Blog". Und genau das tue ich jetzt gerade.
Viele Grüße
Satori