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Mittwoch, 20. Januar 2016

And out of the stones hatched three dragons

Das ist Viserion (falls ich mich nicht irre) aus - natürlich - Game of Thrones bzw. A Song of Ice and Fire. Einer von Daenerys Targaryens Drachen, benannt nach ihrem Bruder Viserys. Der kommt aus einer Überraschungstüte, die eine Freundin von mir aus einem Comic-Laden in München mitgebracht hat.

Montag, 18. Januar 2016

Busy people

Da ich studienbedingt ein Vollzeitpraktikum absolviere, werden meine Posts in den nächsten Monaten wohl etwas rarer. Keine Sorge, das ein oder andere habe ich natürlich trotzdem zu berichten.

Satori can't beliebte it's snowing

Mittwoch, 13. Januar 2016

Everybody is important

aka how Doctor Who healed me

Dank Netflix habe ich jetzt die Chance Doctor Who nicht gestückelt sondern zusammenhängend und in guter Qualität zu sehen. Angefangen mit dem 9. Doctor bin ich gerade am Anfang von Staffel 4 (von New Who natürlich) und ich liebe es immer mehr. Jetzt kann ich so richtig mitleiden, jeden, der geht, aufs Tiefste vermissen und jeden der neu kommt, lieben lernen.

Grundsätzlich bin ich ja eine Person die der Menschheit im großen und ganzen eher pessimistisch gegenübersteht. Dystopie ist -wie schon des öfteren erwähnt - eins meiner Lieblingsgenres. Daher ist der Optimismus von Doctor Who für mich so wichtig und besonders. Der Doctor glaubt mit einer festen Überzeugung an das Gute in den Menschen (und den anderen Spezies) trotz allem, was er gesehen hat und erlebt hat, und gibt niemals auf, auch wenn die Situation ausweglos erscheint. Jeder, den er trifft, ist wichtig und besonders auf seine ganz eigene Weise. Er kümmert sich ernsthaft und ehrlich um das Wohlergehen von Leuten, die er gerade erst getroffen hat. Das Leben von anderen, selbst von den Antagonisten, ist ihm wichtig, er versucht alles, um sie zu retten, und ist ehrlich betroffen, wenn sie trotz der Bemühungen sterben. Sein Enthusiasmus und seine Neugier sind selbst durch den Fernseher ansteckend. Die Geschichten sind abstrus bis zum geht nicht mehr und erreichen mich trotzdem. Ich freue mich sehr, dass ich die Möglichkeit habe, das so zu erfahren.


And everytime the Doctor says "I'm so sorry" to his enemies Satori feels a little better

Donnerstag, 7. Januar 2016

It's true. All of it. (SPOILER!!!)

Continue at your own risk. You have been warned.

Ein letztes mal zur Sicherheit: Dieser Post beinhaltet definitive SPOILER für The Force Awakens.

Es folgt eine nähere Beschreibung, warum TFA fantastisch ist.

1. The Magic. Okay, ich bin leidenschaftlicher Star Wars Fan und finde nicht mal die Prequels so grauenvoll wie viele andere. Ich bin mit Star Wars aufgewachsen wie andere mit Harry Potter und es war womöglich mein allererstes fandom (noch vor Herr der Ringe). Dass es magisch wird, die Saga wieder im Kino zu sehen, war also vorher schon klar. Aber mal ganz abgesehen davon, hatte dieser Film meiner Meinung nach das, was den Prequels zum Teil gefehlt hatte, und hat es damit geschafft, einen zu der Anfangszeit von Star Wars zurückzuversetzen, als alles noch neu und faszinierend war. Sowas zu Zeiten der konstanten Spektakel in den Kinos zu erreichen, ist schon bemerkenswert.
2. Women. Women everywhere. Neben der absolut fantastischen Hauptheldin Rey (Daisy Ridley), die in dem nächsten Punkt noch mehr beschrieben wird, gibt es auch noch weitere weibliche Charaktere. Allen voran natürlich GENERAL Leia Organa (Carrie Fisher - say one word about how she's not hot enough anymore and I'll hit you over the head with my Lightsaber). Ich habe mich so sehr gefreut, als in dem Anfangstext als General benannt wurde. Nun hat sie auch endlich den Titel, der mit ihrer Position einhergeht. Sie ist die unangefochtene Anführerin des Widerstandes und wo ihr Bruder und Ehemann mit der Tragödie nicht umgehen konnten und sich zurückgezogen haben, behielt sie ihren Kopf oben und tat, was sie konnte, um die Erste Ordnung zu bekämpfen. Auf der anderen Seite gibt es Captain Phasma (Gwendoline Christie bekannt aus Game of Thrones). Sie führt die Sturmtruppen an, kennt all ihre Bezeichnungen und sieht absolut badass aus in ihrer silbernen Rüstung. Dann gibt es natürlich noch Maz Kanata (Lupita Nyong'o), die als weise alte Frau nicht nur Rey in die richtige Richtung schubst, bitte mehr von ihr. Ganz abgesehen davon bekommen wir weitere Widerstands Kämpferinnen im Hintergrund, eine X-Wing Pilotin, eine weibliche Sturmtrupplerin (was heißt es gibt mehrere), eine weibliche Botschafterin (die wir kurz sehen, bevor ihr Planet explodiert) und eine Erste Ordnung Soldatin in der Kommandozentrale. Frauen sind überall und das ist sehr schön.
3. The new characters. Sie sind alle so wundervoll, aber hier widme ich mich einzeln dem neuen Trio:
3a) Rey (Daisy Ridley). Das erste mal, wo wir Rey sehen, ist sie am arbeiten. In einer schön gefilmten Szene sammelt sie Schrott aus einem abgestürzten Sternen Zerstörer. Das verkauft sie dann und bekommt dafür eine magere Portion Essen. Ihr Leben ist hart, sie ist größtenteils allein und es zeichnet sich nicht ab, dass sich daran in nächster Zukunft etwas ändert. Dennoch hält sie an ihrer Hoffnung fest, dass diejenigen, die sie damals auf dem Wüstenplaneten abgeliefert haben, wieder kommen werden. Sie kann bestens auf sich aufpassen und hilft BB-8 und später Finn beinahe sofort. Sie wurde dazu gezwungen unabhängig wie sonst was zu sein und schafft es trotzdem irgendwie sich mit Finn zu befreunden. Ihr "Bleib!" auf sein "Komm mit mir!" ist gerade deshalb so traurig. Später schafft sie es, sich selbst aus den Klauen von Kylo Ren zu befreien und ist dennoch erleichtert, als sie merkt, dass Finn zu ihr zurück gekommen ist. Ihr Kampf gegen Kylo ist voll von Verzweiflung und roher Kraft, es steckt wenig Finesse dahinter und gerade das finde ich so super. (Zu allen die sagen "hey, wie konnte sie denn Kylo fast besiegen, sie hat doch gar kein training?!?!??", 1. hatte Luke auch nicht wirklich, 2. doch hatte sie, es wurde sogar explizit gezeigt, wie fähig sie im Nahkampf ist, 3. Kylo war stark verwundet und konnte sich so null konzentrieren.) Ganz am Ende bevor sie den im Koma liegenden Finn verlässt, um Luke zu suchen, küsst sie ihn sanft auf die Stirn und sagt "Wir werden uns wieder sehen!". Das ist einfach so unglaublich zärtlich und liebevoll, besonders wenn man bedenkt, dass sie wahrscheinlich in ihrem ganzen Leben weder solche Zärtlichkeit erfahren hat, noch selber verteilt. Als sie schließlich Luke das Lichtschwert erwartungsvoll hinhält, ist klar, dass sie die Heldin ist, die wir und die Galaxie verdienen!
3b) Finn (John Boyega). Oh Finn, mein lieber armer Finn. Seine Geschichte ist so besonders und einzigartig, weil Sturmtruppen bis zu diesem Zeitpunkt ausschließlich gesichtslose Feinde waren (es ging sogar so weit, dass einige weniger in der Materie steckende Leute fest davon überzeugt waren, dass es sich bei den Sturmtruppen um Roboter handelt). Finn zeigt uns, dass das keinesfalls so ist. Als Baby entführt, indoktriniert, konditioniert und trainiert, stand ihm eine gute Karriere bevor, wäre er nicht so mitfühlend. Das war sein einziger Fehler. In seinem ersten Gefecht stirbt ein Kamerad vor seinen Augen und die ganze Zerstörung, der ganze Schmerz und die Schreie sind zu viel für ihn. Er bringt es nicht über sich Unschuldige zu töten und muss dafür erneut eine Strafe ertragen. In dieser Atmosphäre beschließt er, die Erste Ordnung zu verlassen und befreit unter großen Risiken einen Widerstandspiloten. Und obwohl er Todesangst hat und sich vor nichts mehr fürchtet als vor der Ersten Ordnung, macht er sich trotzdem auf den Weg die Mission des Piloten, der ihm einen Namen gegeben hat, zu beenden. All den Schmerz, den er ertragen musste, und trotzdem schafft er es, sich über einfache Dinge zu freuen und schnell Freunde zu finden. Seine Loyalität zu diesen neuen Freunden, ist sein stärkster Antrieb, so stark, dass er sogar seine Angst übersteigt. Obwohl er weiß, dass es ihn wahrscheinlich töten wird, ist er bereit für Rey zu kämpfen. Jetzt liegt er noch im Koma, aber wenn er aufwacht, muss er in einer Welt zurecht kommen, die so ganz anders ist als das, was er gewohnt ist. Finns Entwicklung wird noch echt spannend.
3c) Poe Dameron (Oscar Isaac). Gut, er war jetzt nicht so lange zu sehen und sollte eigentlich auch am Anfang sterben (gut, dass J.J. seine Meinung geändert hat), aber er ist offiziell Teil des neuen Trios. Er wird eingeführt als der beste Pilot des Widerstandes und Vertrauter von General Organa. Die Rebellion ist in seinem Blut (Hintergrundwissen sagt einem, dass seine Mutter eine wichtige Pilotin der Rebellen Allianz war und mit Luke geflogen ist). Eine der ersten Sachen, die er sagt, ist, als er vor Kylo Ren geschleift wird: "Wer redet zuerst? Rede ich zuerst oder du?" Das ist ein garantierter Lacher und zeigt, dass er sich nicht unterkriegen lässt. Als Finn ihn nach verheerender Folter befreit, vertraut er ihm nach einem schönen Dialog ("Warum hilfst du mir?" "Weil es das einzig richtige ist!" "Du brauchst einen Piloten." "Ich brauche einen Piloten.") sein Leben an. Er erklärt Finn ruhig und geduldig die Blaster Kontrolle des Schiffes und freut sich mit ihm als er gut schießt. Er ist es, der Finn seinen Namen gibt und ihn sofort darauf benutzt, um zu zementieren, dass Finn jetzt eine Person ist und keine Nummer. Später, als sie wieder vereint werden, ist er sich nicht zu schade laut nach Finn zu rufen und erleichtert auf ihn zu zu rennen, um ihn fest zu umarmen. Nach seinem Namen schenkt er Finn noch seine Jacke, das erste Besitzstück, was Finn nicht von der Ordnung hat. Poe ist selbstbewusst, aber nicht arrogant, er drängt sich nicht in den Vordergrund und zeigt seine Emotionen offen. Ich freue mich schon auf mehr von ihm.
4. I think it was good that Han died. Warte, bevor ihr mich anschreit, lasst mich erklären wieso. Ich mag Han und sein Tod war sehr traurig und tragisch, aber irgendwer musste sterben, um den Fokus von dem alten auf das neue zu lenken. Hans Tod hatte somit etwas symbolisches und war stimmig. Ich fand seinen Auftritt in diesem Film echt super und sein Tod hat dazu gehört, als Katalysator für zukünftige Entwicklungen.
5. The Force is everywhere. Sehr gefallen hat mir übrigens auch die Benutzung der Macht in diesem Film. Zu einer Zeit, wo es keinen offiziellen Jedi Orden gibt, der den Glauben an die Macht und die Balance am Leben erhält, ist die Macht zu einer Legende geworden. Dennoch wurde ihre potentielle Stärke nicht vergessen. Kylo Ren ist mächtig, aber unkontrolliert. Die Macht fließt durch ihn, aber seine Zerrissenheit hält ihn davon ab, sie effektiv zu benutzen. Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb ist er so furchteinflößend für diejenigen, die die Macht nicht anders kennen. Rey hingegen weiß so gut wie gar nichts von der Macht, obwohl sie sie schon ihr ganzes Leben hatte und sie ihr unbewusst geholfen hat. Der Kontakt mit dem Lichtschwert und die damit einhergehenden Erinnerungen, Emotionen und Energien überfordern sie verständlicherweise. Als Kylo sie foltert, gelingt es ihr gegen seine Kraft zu halten und schließlich mit Konzentration, die ihm in diesem Augenblick fehlt, den Spieß umzudrehen. Reys Verbindung zur Macht ist intuitiv. Außerdem, klein und vielleicht nicht so bedeutend, als Han stirbt, spürt Leia das durch ihre Verbindung in der Macht. Die Macht ist die Energie, die alles verbindet, und in den nächsten Filmen werden wir das weiter sehen.
6. Kylo Ren is a whiny brat and that's okay. Ich habe das Gefühl Leute mögen Kylo Ren (Adam Driver) nicht, weil er nicht Darth Vader ist. Er ist nicht der mysteriöse, stoische Bösewicht, der nur spricht, wenn es wirklich nötig ist. Das ist aber genau der Punkt. Kylo Ren ist nicht Darth Vader. Egal, wie gerne er das selbst hätte. Das Licht ist zu stark in ihm und es frustriert ihn und macht ihn instabil. Wir wissen nicht, wie Snoke ihn überzeugt hat zur dunklen Seite zu wechseln, aber es muss sehr effektiv gewesen sein. Kylo ist mit Sicherheit mit unerfüllbaren Erwartungen groß geworden. Das ist keine Entschuldigung, nein, aber eine Erklärung, warum sein Charakter so ist, wie er ist. Diese Erwartungen ist er nie los geworden und anstatt sich von ihnen zu befreien, projiziert er sie nun auf seinen Großvater und verherrlicht dessen Fehler. Seine Kraft und seine Wutausbrüche gehören zu ihm wie das extravagante, ungeschliffene Lichtschwert und die Maske, die er benutzt, um noch furchteinflößender zu wirken. Mal schauen, wie sie seine Geschichte in den nächsten Filmen weiter ausbauen. (Btw wenn ihr etwas gegen den Charakter habt, okay, aber lasst Adam Drivers Aussehen da raus. Der Typ scheint wirklich nett zu sein und unsicher, er verdient die Beleidigungen nicht.)
7. Same. Different, but same. Einer der Hauptkritikpunkte einiger Leute ist, dass Episode VII ein Aufguss von Episode IV ist und damit haben sie nicht einmal wirklich Unrecht. In vielen Dingen gleicht die Geschichte von VII der von IV. Das ist aber meiner Meinung nach gar nicht so schlimm. Der Hauptkritikpunkt der Prequels war, dass sie nicht so waren wie die Originals. Für die Neuerungen, die J.J. Abrams in Star Trek eingeführt hat, haben ihn die Fans in der Luft zerrissen. Es liegt also nahe, zu vermuten, dass eine Modernisierung der alten Trilogie genau das ist, was die Fans eigentlich wollen. Also haben sie das bekommen und wenigstens in meinem Fall (und andere stimmen mir da zu), ist es sogar besser geworden, als ich erwartet hatte.
8. The possibilities! Die Möglichkeiten, die die näschten zwei Filme aufweisen, sind einfach wundervoll. Rey wird eine Jedi, Finn integriert sich in den Widerstand, wir sehen mehr von Poe, wir erfahren, wer oder was Snoke ist, wie Ben Organa-Solo zu Kylo Ren geworden ist, was es mit dem Jedi-Tempel zu tun hat und vieles mehr. Ich kann es kaum erwarten.

Satori wrote too much but she doesn't care

Samstag, 2. Januar 2016

... and a happy new year!

Satori wünscht allen, die das hier lesen, ein wunderschönes neues Jahr. Ich hoffe, ihr habt Silvester und Neujahr schön verbracht und könnt positiv in ein weiteres Jahr blicken. Für 2016 wünsche ich euch alles Gute und dass ihr alles, was das Leben für euch bereit hält, gut meistert.

Much love and good wishes

Mittwoch, 30. Dezember 2015

Gotham Recap Season 1 (Spoilers for all of season 1, duh...)

Das hat keinen besonderen Titel und ist auch nur dafür da die erste Staffel Gotham zu rekapitulieren. 

Die Charaktere und deren Entwicklungen, die Geschichte und wie sie präsentiert wird, die einzelnen Folgen, sowie allgemeine Qualität. Natürlich enthält das Folgende SPOILER für die komplette erste Staffel und ich würde wirklich empfehlen das nicht zu lesen, wenn man das noch nicht gesehen hat und es noch vorhat.

Geschichte:
Alles wird durch den Mord an Bruce Waynes Eltern in Gang gesetzt. Der GCPD Neuling und frühere Soldat James Gordon wird auf den Fall angesetzt und gibt sich alle Mühe, auch nachdem der Fall als abgeschlossen gilt, die wahren Verantwortlichen zu finden. Der Tod der Waynes hat auch in Gothams Unterwelt ein fragiles Equilibrium zerstört und Mafiapatin Fish Mooney macht sich daran den Don Falcone abzulösen. Ein weiterer Katalysator für die Ereignisse ist die Tatsache, dass Jim Oswald Cobblepott nicht, wie ihm aufgetragen wurde, erschießt, sondern ihn leben lässt. Das gibt Oswald die Chance, dem Machtgefüge von Gotham ordentlich zuzusetzen. Jim Gordon selbst tut sich zusehens schwerer die Realität von Korruption und Apathie zu akzeptieren und landet schließlich für seine Bemühungen als Wache in Arkahm Asylum. Nach seiner Wiedereinsetzung als Detective kämpft auch er nun mit harten Bandagen und fragt sogar Oswald um Hilfe. An seinen Prinzipien und der Hoffnung für ein besseres Gotham hält er dennoch fest. Fish Mooneys (durchaus genialer) Plan scheitert an Oswalds Intriegen und sie landet in den Fängen des absolut creepigen Dollmakers (einer der beunruhigensten Charaktere), aus denen sie es (wiedermal genial) schafft zu entfliehen und nach Gotham zurückzukehren. Oswald spielt währenddessen die beiden Mafiafamilien äußerst erfolgreich, aber nicht ohne kleine Rückschläge, gegeneinander aus. Bruce Wayne macht sich seinen wachsenden Rachedurst zu nutze und versucht nun selbst in dem Fall seiner Eltern zu ermitteln und stößt dabei auf höchst illegale Machenschaften in Wayne Enterprises, die ihn und Alfred in größte Gefahr bringen. Außerdem müssen natürlich auch noch gewöhnliche Verbrechen aufgeklärt werden. Das alles kulminiert schließlich in einem fulminanten Finale, in dem es Don Maroni und Fish Mooney gelingt, sowohl Don Falcone als auch Oswald und Jim in ihre Gewalt zu bringen. Die Situation eskaliert jedoch und Don Maroni stirbt. Don Falcone zieht sich aus dem Geschäft zurück und überlässt so die Stadt gewissermaßen dem Chaos. Oswald schafft es Fish Mooney zu töten und endet die Staffel stehend auf einem Dach mit den Worten: "Ich bin der König von Gotham!" Wow.

Charaktere:
Meiner Meinung nach ist eine der größten Stärken dieser Serie seine fantastischen Charakterzeichnungen. Die Charaktere sind so unterschiedlich und konsequent und interessant. Schon in der ersten Staffel machen die Hauptcharaktere eine Entwicklung durch, die sie auszeichnet:
- Jim Gordon, der sieht, dass er mit seinem strengen moralischen Standpunkt nicht weiter kommt, aber dennoch daran festhält. Mit der Zeit, schreckt er jedoch nicht davor zurück, Oswald um Gefallen zu bitten oder den Commisioner zu erpressen. Für das große Ganze, natürlich.
- Barbara macht so einiges durch, was sie gegen Ende beinahe selber zur Supervillain macht. Sie tötet ihre Eltern und beinahe auch die wundervolle Leslie. Diese Entwicklung im besonderen hätte ich nicht vorhergesehen, sie ist aber innerhalb des Serien-canons absolut nachvollziehbar. Mal nett zu sehen, wie sich ein Charakter von dem typischen "supportive girlfriend" hin zu einer unberechenbaren Killerin entwickelt.
- Harvey Bullock startet seine Serie als verbitterter, fauler Zyniker, der sich so wenig um die Verbrechen kümmert, wie der Rest der Cops. Jim findet diese Einstellung natürlich verachtenswürdig. Es stellt sich nach und nach heraus, dass er durchaus als idealistischer Cop begonnen hat, die Realität von Gotham ihn aber seinen Optimismus gekostet hat. Jim hilft ihm das wiederzuerlangen und Harvey ist je weiter die Serie fortschreitet immer eher bereit Jim bei seinen Feldzügen zu unterstützen. Er ist loyal wie sonst was, auch wenn es ihn immer wieder in Schwierigkeiten bringt.
- Edward Nygma beginnt als awkward und leicht weird, aber definitiv liebenswürdig. Er stellt allen Leuten Rätsel und ist im sozialen Umgang mehr als unbeholfen, was sich besonders in seiner Verliebtheit zu Kristen Kringle zeigt. Er verwandelt sich langsam aber sicher zum Riddler. Dass ihn fast jeder in der Station als "freak" bezeichnet und sich über ihn lustig macht, setzt ihm zusehens zu.  Der Tropfen, der das Fass zum überlaufen bringt, ist, dass Miss Kringles derzeitiger Freund sie misshandelt. Ed bringt ihn um, was ihn über den Rand fallen lässt.
- Bruce verliert seine Eltern, was ihn verständlicherweise sehr mitnimmt. Wir begleiten ihn bei seinen Bemühungen damit fertig zu werden und schließlich gegen die sinistren Machenschaften der Firma vorzugehen. Er lässt sich von Alfred im Nahkampf ausbilden und von nichts abhalten, um Gerechtigkeit und Rache für seine Eltern zu kriegen. Töten ist dennoch etwas, was er nie tun will, wie er in einem Gespräch mit Selena festlegt. Die Basis für Batman ist gelegt. Erst recht, als er am Ende einen Geheimgang entdeckt.
- Fish Mooney ist einfach hardcore. Die Lady ist brillant, charismatisch und sehr gefährlich. Eine Antagonistin, wie sie im Buche steht. Sie ist loyal zu denen, die loyal zu ihr sind, schreckt aber auch nicht vor Intrigen zurück, um ihre Ziele durchzusetzen. Manipulation ist ihr bevorzugtes Mittel, aber auch physische Gewalt ist ihr nicht fremd. Wie sie es schafft dem Dollmaker zu entkommen, ist für mich eins der Highlights der Serie. Schade eigentlich, dass sie aus Plot Gründen sterben musste. Sie war echt ein fantastischer Charakter.
- Selena ist ein Straßenkind, die fest davon überzeugt ist, dass ihre Mutter sie irgendwann holen kommt. Mit ihr fängt die Serie an und sie bewegt sich so wundervoll katzenmäßig durch die Nacht. Als sie mit ansieht, wie Bruce' Eltern ermordet werden, wird sie in seine Umlaufbahn gezogen. Aber Selena ist nicht wie Bruce. Wo Bruce beschützt von der Welt und verwöhnt aufgewachsen ist und erst lernen muss, sich in Gotham zurecht zu finden, so ist der Abgrund der Straßen ihr zu Hause. Sie tötet einen Mann, der sie bedroht und stellt klar, dass das so läuft und sie es wieder tun würde, während Bruce dort die Grenze sieht, die er nicht überschreiten will.
Die weiteren Charaktere haben es auch in sich und verdienen wenigstens eine Erwähnung. Sarah Essen, die Chefin des Polizei-Reviers, die sich um ihre Familie sorgen muss, aber dennoch Jims Ziele unterstützt. Montoya als Ex-Freundin von Barbara, die zu ihren Fehlern steht und gute Entscheidungen trifft. Jerome, der die Idee des Wahnsinns des Jokers so fantastisch und beunruhigend verkörpert. Alfred, der als Butler Bruce unterstützt, aber auch ihm die Stirn bietet. Leslie Tomkins als Ärztin, die nachdem Barbara Jim verlassen hat, seine Freundin wird und selber stark ist und bestimmt und sich nichts vormachen lässt.  Harvey Dent, der (noch) sozusagen Jims Equivalent in der Staatsanwaltschaft ist und die Mafia Paten, die beide ganz unterschiedlich sind und auch unterschiedliche Codexe haben.

Besonderheiten (Setting/Stimmung/etc.): 
- Die Zeitperiode ist schwer einzuordnen. Die Ästhetik erinnert stark an Film Noir und die Technologie ist teils (aber auch nur teils) hoffnungslos veraltet. Andererseits gibt es durchaus Gebäude und Kleidung und ähnliches, die doch sehr modern anmuten. Das alles ist natürlich gewollt und sorgt dafür, dass die Serie zeitlos wirkt.
- Ja, Gotham ist fast unerträglich düster. Ein Fokus der Serie ist es ja auch, wie die späteren Gegenspieler von Batman zu dem geworden sind, das sie darstellen. Natürlich sind die Geschichten nicht fröhlich. Trotzdem deprimiert mich Gotham nicht einmal annähernd so viel wie andere Serien (looking at you Supernatural). Vielleicht liegt es an Jims Charakter, der ja (zumindest jetzt noch) auch nicht aufgibt und sogar andere überzeugt, es ihm gleichzutun, vielleicht liegt es daran, dass ab und zu auch mal etwas Gutes passiert und Verbrecher gefangen werden. Vielleicht finde ich aber auch die Antagonisten Origin Stories einfach nur interessant, wer weiß.
- Was für mich besonders beeindruckend an Gotham ist, ist, dass viele der Folgen nicht nur gut, sondern regelrecht herausragend waren. Sowas ist echt nicht häufig.

Das war mein erstes Recap. Vielleicht werde ich noch weitere von anderen Serien machen.

Satori wants season 2 (but only when shes back) 

Samstag, 26. Dezember 2015

Merry Christmas

Ich wünsche euch allen (nachträglich) frohe Weihnachten! Ich hoffe, ihr hattet und habt schöne Feiertage und seid reichlich beschenkt worden. Und auch wenn nicht, wenn es für Geschenke nicht gereicht hat oder ihr zu viel Stress hattet, dann wünsche ich euch jetzt erholsame Tage.

Alles Liebe und Gute von euer Bloggerin.

Satori doesn't know you, but she wants you to be happy

Wie ich darauf kam einen Blog zu starten

Ich habe ein tolles Buch, das da heißt "101 Dinge, die du getan haben solltest, bevor du alt und langweilig bist" Ding Nummer 36 fällt unter die Kategorie Hobbys und heißt "Starte einen Blog". Und genau das tue ich jetzt gerade.
Viele Grüße
Satori

Das bin ich

Mein Bild
I am in my early 30s and finished my university career. My areas of study included media analysis, literary and cultural studies, linguistics, and history. I like reading, drawing, writing, movies, TV, friends, traveling, dancing and all kinds of small things that make me happy. Just trying to spread some love.