Ihr erinnert euch sicher daran, wie ich Gotham mehrmals auf diesem Blog gelobt habe. Und ja, die erste Staffel finde ich auch immernoch fanatstisch, aber leider ist die zweite nicht mehr so gut. Okay, sie ist auch nicht grauenvoll und wartet auch mit wirklich super Folgen auf, aber alles in allem haben die Macher meiner Meinung nach ein paar Fehler gemacht, die dafür sorgen, dass die Serie mir weniger gefällt als zuvor.
Es folgt eine Liste:
- Fehler Nummer 1 passierte schon am Ende von Staffel 1: Fish Mooneys Tod. Sie fehlte der Serie doch schon deutlich. (Etwas, was die Macher anscheinend auch eingesehen haben, da sie sie zurückbringen werden.)
- Passend dazu, fand ich es auch nicht so gelungen von den Mafia-Intrigen zu politischen Machenschaften zu wechseln. Vielleicht lag es aber auch nur daran, dass Theo Galavan einfach viel zu blass war als Bösewicht.
- Auch den Fokus in der zweiten Hälfte der zweiten Stafel auf Arkham Asylum zu legen, gefiel mir nicht so sehr, aber das ist vielleicht einfach persönliche Abneigung.
- Es wird mir nicht so wirklich klar, was dieser Ausflug von Oswald in Arkham sollte. Okay, er wurde gefoltert, okay, jetzt ist er lieb, dann trifft er seinen Vater (why?) und dann wird der getötet und prompt ist Oswald wieder der alte.
- Dass sie Leslie aus der Geschichte geschrieben haben, lag wahrscheinlich daran, dass sie im realen Leben schwanger war und nicht mehr drehen konnte. Dennoch finde ich es schade, da ich Leslie immer für einen wundervollen Charakter gehalten habe.
- Der größte Fehler aber, den sie meiner Meinung nach begangen haben, war Jim vom rechten Weg abkommen zu lassen (mit dem Mord an Galavan als eindeutigen Wendepunkt). Die Serie lebte davon, dass Jim gut ist, dass er einer der wenigen - wenn nicht sogar der einzige - lawful good der Stadt ist, dass er stur und unbeugsam an diesen Prinzipien festhält. Nun unterscheidet ihn fast nichts mehr von all den anderen männlichen 'I did what I had to do', dark and brooding (Anti-)Helden.
Nun zu den Highlights der Staffel:
- die Folge, in der Bruce zusammen mit Selinas Hilfe Silver St. Cloud austrickst. Wundervoll. Wenn ich mich recht erinnere, ist das auch die Folge, in der Jim im Gerichtssaal Galavan ins Gesicht schlägt.
- Bruce' Charakterentwicklung an sich ist eine der Dinge, die sehr gut gelungen sind.
- Jerome ist einfach so fantastisch gruselig.
- Ed als Riddler
- Wie unglaublich loyal Harvey ist
Satori will continue to watch and it's been getting better, too
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Samstag, 6. Mai 2017
Montag, 28. November 2016
My favorite Gotham things
Ich mag die Gotham-Serie sehr gerne und ich habe mal eine Liste von den Dingen gemacht, die mir besonders an ihr gefallen. Das sind natürlich meine rein persönlichen Vorlieben, die für jeden unterschiedlich sind. Aber nun zu meinen Lieblingsdingen an Gotham:
- wenn Jim so stur und entgegen allen Widrigkeiten lawful good bleibt
- wenn Menschen seine Sturheit unterschätzen oder anscheinend vergessen, mit wem sie es da gerade zu tun haben
- Harveys Frustration über was immer Jim gerade macht (und seine Loyalität nichtsdestotrotz)
- Leslie und Jims Interaktionen (ganz besonders wie herrlich awkward Jim ist)
- fantastisch übertriebene Bösewichte
- badass Fish Mooney
- die komplette Apathie von Gothams Bewohnern gegenüber allem
- wenn Oswald cleverer ist, als irgendwer ihm zutraut
- "Jim! Mein Freund!"
- Jims 'ha ha ha! Ich würd dich töten wenn ich könnte'-Lächeln
- Baby Bruce' und Alfred
Vielleicht kommt da noch mehr.
Satori has too many TV shows to watch
- wenn Jim so stur und entgegen allen Widrigkeiten lawful good bleibt
- wenn Menschen seine Sturheit unterschätzen oder anscheinend vergessen, mit wem sie es da gerade zu tun haben
- Harveys Frustration über was immer Jim gerade macht (und seine Loyalität nichtsdestotrotz)
- Leslie und Jims Interaktionen (ganz besonders wie herrlich awkward Jim ist)
- fantastisch übertriebene Bösewichte
- badass Fish Mooney
- die komplette Apathie von Gothams Bewohnern gegenüber allem
- wenn Oswald cleverer ist, als irgendwer ihm zutraut
- "Jim! Mein Freund!"
- Jims 'ha ha ha! Ich würd dich töten wenn ich könnte'-Lächeln
- Baby Bruce' und Alfred
Vielleicht kommt da noch mehr.
Satori has too many TV shows to watch
Mittwoch, 30. Dezember 2015
Gotham Recap Season 1 (Spoilers for all of season 1, duh...)
Das hat keinen besonderen Titel und ist auch nur dafür da die erste Staffel Gotham zu rekapitulieren.
Die Charaktere und deren Entwicklungen, die Geschichte und wie sie präsentiert wird, die einzelnen Folgen, sowie allgemeine Qualität. Natürlich enthält das Folgende SPOILER für die komplette erste Staffel und ich würde wirklich empfehlen das nicht zu lesen, wenn man das noch nicht gesehen hat und es noch vorhat.
Geschichte:
Alles wird durch den Mord an Bruce Waynes Eltern in Gang gesetzt. Der GCPD Neuling und frühere Soldat James Gordon wird auf den Fall angesetzt und gibt sich alle Mühe, auch nachdem der Fall als abgeschlossen gilt, die wahren Verantwortlichen zu finden. Der Tod der Waynes hat auch in Gothams Unterwelt ein fragiles Equilibrium zerstört und Mafiapatin Fish Mooney macht sich daran den Don Falcone abzulösen. Ein weiterer Katalysator für die Ereignisse ist die Tatsache, dass Jim Oswald Cobblepott nicht, wie ihm aufgetragen wurde, erschießt, sondern ihn leben lässt. Das gibt Oswald die Chance, dem Machtgefüge von Gotham ordentlich zuzusetzen. Jim Gordon selbst tut sich zusehens schwerer die Realität von Korruption und Apathie zu akzeptieren und landet schließlich für seine Bemühungen als Wache in Arkahm Asylum. Nach seiner Wiedereinsetzung als Detective kämpft auch er nun mit harten Bandagen und fragt sogar Oswald um Hilfe. An seinen Prinzipien und der Hoffnung für ein besseres Gotham hält er dennoch fest. Fish Mooneys (durchaus genialer) Plan scheitert an Oswalds Intriegen und sie landet in den Fängen des absolut creepigen Dollmakers (einer der beunruhigensten Charaktere), aus denen sie es (wiedermal genial) schafft zu entfliehen und nach Gotham zurückzukehren. Oswald spielt währenddessen die beiden Mafiafamilien äußerst erfolgreich, aber nicht ohne kleine Rückschläge, gegeneinander aus. Bruce Wayne macht sich seinen wachsenden Rachedurst zu nutze und versucht nun selbst in dem Fall seiner Eltern zu ermitteln und stößt dabei auf höchst illegale Machenschaften in Wayne Enterprises, die ihn und Alfred in größte Gefahr bringen. Außerdem müssen natürlich auch noch gewöhnliche Verbrechen aufgeklärt werden. Das alles kulminiert schließlich in einem fulminanten Finale, in dem es Don Maroni und Fish Mooney gelingt, sowohl Don Falcone als auch Oswald und Jim in ihre Gewalt zu bringen. Die Situation eskaliert jedoch und Don Maroni stirbt. Don Falcone zieht sich aus dem Geschäft zurück und überlässt so die Stadt gewissermaßen dem Chaos. Oswald schafft es Fish Mooney zu töten und endet die Staffel stehend auf einem Dach mit den Worten: "Ich bin der König von Gotham!" Wow.
Alles wird durch den Mord an Bruce Waynes Eltern in Gang gesetzt. Der GCPD Neuling und frühere Soldat James Gordon wird auf den Fall angesetzt und gibt sich alle Mühe, auch nachdem der Fall als abgeschlossen gilt, die wahren Verantwortlichen zu finden. Der Tod der Waynes hat auch in Gothams Unterwelt ein fragiles Equilibrium zerstört und Mafiapatin Fish Mooney macht sich daran den Don Falcone abzulösen. Ein weiterer Katalysator für die Ereignisse ist die Tatsache, dass Jim Oswald Cobblepott nicht, wie ihm aufgetragen wurde, erschießt, sondern ihn leben lässt. Das gibt Oswald die Chance, dem Machtgefüge von Gotham ordentlich zuzusetzen. Jim Gordon selbst tut sich zusehens schwerer die Realität von Korruption und Apathie zu akzeptieren und landet schließlich für seine Bemühungen als Wache in Arkahm Asylum. Nach seiner Wiedereinsetzung als Detective kämpft auch er nun mit harten Bandagen und fragt sogar Oswald um Hilfe. An seinen Prinzipien und der Hoffnung für ein besseres Gotham hält er dennoch fest. Fish Mooneys (durchaus genialer) Plan scheitert an Oswalds Intriegen und sie landet in den Fängen des absolut creepigen Dollmakers (einer der beunruhigensten Charaktere), aus denen sie es (wiedermal genial) schafft zu entfliehen und nach Gotham zurückzukehren. Oswald spielt währenddessen die beiden Mafiafamilien äußerst erfolgreich, aber nicht ohne kleine Rückschläge, gegeneinander aus. Bruce Wayne macht sich seinen wachsenden Rachedurst zu nutze und versucht nun selbst in dem Fall seiner Eltern zu ermitteln und stößt dabei auf höchst illegale Machenschaften in Wayne Enterprises, die ihn und Alfred in größte Gefahr bringen. Außerdem müssen natürlich auch noch gewöhnliche Verbrechen aufgeklärt werden. Das alles kulminiert schließlich in einem fulminanten Finale, in dem es Don Maroni und Fish Mooney gelingt, sowohl Don Falcone als auch Oswald und Jim in ihre Gewalt zu bringen. Die Situation eskaliert jedoch und Don Maroni stirbt. Don Falcone zieht sich aus dem Geschäft zurück und überlässt so die Stadt gewissermaßen dem Chaos. Oswald schafft es Fish Mooney zu töten und endet die Staffel stehend auf einem Dach mit den Worten: "Ich bin der König von Gotham!" Wow.
Charaktere:
Meiner Meinung nach ist eine der größten Stärken dieser Serie seine fantastischen Charakterzeichnungen. Die Charaktere sind so unterschiedlich und konsequent und interessant. Schon in der ersten Staffel machen die Hauptcharaktere eine Entwicklung durch, die sie auszeichnet:
- Jim Gordon, der sieht, dass er mit seinem strengen moralischen Standpunkt nicht weiter kommt, aber dennoch daran festhält. Mit der Zeit, schreckt er jedoch nicht davor zurück, Oswald um Gefallen zu bitten oder den Commisioner zu erpressen. Für das große Ganze, natürlich.
- Barbara macht so einiges durch, was sie gegen Ende beinahe selber zur Supervillain macht. Sie tötet ihre Eltern und beinahe auch die wundervolle Leslie. Diese Entwicklung im besonderen hätte ich nicht vorhergesehen, sie ist aber innerhalb des Serien-canons absolut nachvollziehbar. Mal nett zu sehen, wie sich ein Charakter von dem typischen "supportive girlfriend" hin zu einer unberechenbaren Killerin entwickelt.
- Harvey Bullock startet seine Serie als verbitterter, fauler Zyniker, der sich so wenig um die Verbrechen kümmert, wie der Rest der Cops. Jim findet diese Einstellung natürlich verachtenswürdig. Es stellt sich nach und nach heraus, dass er durchaus als idealistischer Cop begonnen hat, die Realität von Gotham ihn aber seinen Optimismus gekostet hat. Jim hilft ihm das wiederzuerlangen und Harvey ist je weiter die Serie fortschreitet immer eher bereit Jim bei seinen Feldzügen zu unterstützen. Er ist loyal wie sonst was, auch wenn es ihn immer wieder in Schwierigkeiten bringt.
- Edward Nygma beginnt als awkward und leicht weird, aber definitiv liebenswürdig. Er stellt allen Leuten Rätsel und ist im sozialen Umgang mehr als unbeholfen, was sich besonders in seiner Verliebtheit zu Kristen Kringle zeigt. Er verwandelt sich langsam aber sicher zum Riddler. Dass ihn fast jeder in der Station als "freak" bezeichnet und sich über ihn lustig macht, setzt ihm zusehens zu. Der Tropfen, der das Fass zum überlaufen bringt, ist, dass Miss Kringles derzeitiger Freund sie misshandelt. Ed bringt ihn um, was ihn über den Rand fallen lässt.
- Bruce verliert seine Eltern, was ihn verständlicherweise sehr mitnimmt. Wir begleiten ihn bei seinen Bemühungen damit fertig zu werden und schließlich gegen die sinistren Machenschaften der Firma vorzugehen. Er lässt sich von Alfred im Nahkampf ausbilden und von nichts abhalten, um Gerechtigkeit und Rache für seine Eltern zu kriegen. Töten ist dennoch etwas, was er nie tun will, wie er in einem Gespräch mit Selena festlegt. Die Basis für Batman ist gelegt. Erst recht, als er am Ende einen Geheimgang entdeckt.
- Fish Mooney ist einfach hardcore. Die Lady ist brillant, charismatisch und sehr gefährlich. Eine Antagonistin, wie sie im Buche steht. Sie ist loyal zu denen, die loyal zu ihr sind, schreckt aber auch nicht vor Intrigen zurück, um ihre Ziele durchzusetzen. Manipulation ist ihr bevorzugtes Mittel, aber auch physische Gewalt ist ihr nicht fremd. Wie sie es schafft dem Dollmaker zu entkommen, ist für mich eins der Highlights der Serie. Schade eigentlich, dass sie aus Plot Gründen sterben musste. Sie war echt ein fantastischer Charakter.
- Selena ist ein Straßenkind, die fest davon überzeugt ist, dass ihre Mutter sie irgendwann holen kommt. Mit ihr fängt die Serie an und sie bewegt sich so wundervoll katzenmäßig durch die Nacht. Als sie mit ansieht, wie Bruce' Eltern ermordet werden, wird sie in seine Umlaufbahn gezogen. Aber Selena ist nicht wie Bruce. Wo Bruce beschützt von der Welt und verwöhnt aufgewachsen ist und erst lernen muss, sich in Gotham zurecht zu finden, so ist der Abgrund der Straßen ihr zu Hause. Sie tötet einen Mann, der sie bedroht und stellt klar, dass das so läuft und sie es wieder tun würde, während Bruce dort die Grenze sieht, die er nicht überschreiten will.
Die weiteren Charaktere haben es auch in sich und verdienen wenigstens eine Erwähnung. Sarah Essen, die Chefin des Polizei-Reviers, die sich um ihre Familie sorgen muss, aber dennoch Jims Ziele unterstützt. Montoya als Ex-Freundin von Barbara, die zu ihren Fehlern steht und gute Entscheidungen trifft. Jerome, der die Idee des Wahnsinns des Jokers so fantastisch und beunruhigend verkörpert. Alfred, der als Butler Bruce unterstützt, aber auch ihm die Stirn bietet. Leslie Tomkins als Ärztin, die nachdem Barbara Jim verlassen hat, seine Freundin wird und selber stark ist und bestimmt und sich nichts vormachen lässt. Harvey Dent, der (noch) sozusagen Jims Equivalent in der Staatsanwaltschaft ist und die Mafia Paten, die beide ganz unterschiedlich sind und auch unterschiedliche Codexe haben.
Meiner Meinung nach ist eine der größten Stärken dieser Serie seine fantastischen Charakterzeichnungen. Die Charaktere sind so unterschiedlich und konsequent und interessant. Schon in der ersten Staffel machen die Hauptcharaktere eine Entwicklung durch, die sie auszeichnet:
- Jim Gordon, der sieht, dass er mit seinem strengen moralischen Standpunkt nicht weiter kommt, aber dennoch daran festhält. Mit der Zeit, schreckt er jedoch nicht davor zurück, Oswald um Gefallen zu bitten oder den Commisioner zu erpressen. Für das große Ganze, natürlich.
- Barbara macht so einiges durch, was sie gegen Ende beinahe selber zur Supervillain macht. Sie tötet ihre Eltern und beinahe auch die wundervolle Leslie. Diese Entwicklung im besonderen hätte ich nicht vorhergesehen, sie ist aber innerhalb des Serien-canons absolut nachvollziehbar. Mal nett zu sehen, wie sich ein Charakter von dem typischen "supportive girlfriend" hin zu einer unberechenbaren Killerin entwickelt.
- Harvey Bullock startet seine Serie als verbitterter, fauler Zyniker, der sich so wenig um die Verbrechen kümmert, wie der Rest der Cops. Jim findet diese Einstellung natürlich verachtenswürdig. Es stellt sich nach und nach heraus, dass er durchaus als idealistischer Cop begonnen hat, die Realität von Gotham ihn aber seinen Optimismus gekostet hat. Jim hilft ihm das wiederzuerlangen und Harvey ist je weiter die Serie fortschreitet immer eher bereit Jim bei seinen Feldzügen zu unterstützen. Er ist loyal wie sonst was, auch wenn es ihn immer wieder in Schwierigkeiten bringt.
- Edward Nygma beginnt als awkward und leicht weird, aber definitiv liebenswürdig. Er stellt allen Leuten Rätsel und ist im sozialen Umgang mehr als unbeholfen, was sich besonders in seiner Verliebtheit zu Kristen Kringle zeigt. Er verwandelt sich langsam aber sicher zum Riddler. Dass ihn fast jeder in der Station als "freak" bezeichnet und sich über ihn lustig macht, setzt ihm zusehens zu. Der Tropfen, der das Fass zum überlaufen bringt, ist, dass Miss Kringles derzeitiger Freund sie misshandelt. Ed bringt ihn um, was ihn über den Rand fallen lässt.
- Bruce verliert seine Eltern, was ihn verständlicherweise sehr mitnimmt. Wir begleiten ihn bei seinen Bemühungen damit fertig zu werden und schließlich gegen die sinistren Machenschaften der Firma vorzugehen. Er lässt sich von Alfred im Nahkampf ausbilden und von nichts abhalten, um Gerechtigkeit und Rache für seine Eltern zu kriegen. Töten ist dennoch etwas, was er nie tun will, wie er in einem Gespräch mit Selena festlegt. Die Basis für Batman ist gelegt. Erst recht, als er am Ende einen Geheimgang entdeckt.
- Fish Mooney ist einfach hardcore. Die Lady ist brillant, charismatisch und sehr gefährlich. Eine Antagonistin, wie sie im Buche steht. Sie ist loyal zu denen, die loyal zu ihr sind, schreckt aber auch nicht vor Intrigen zurück, um ihre Ziele durchzusetzen. Manipulation ist ihr bevorzugtes Mittel, aber auch physische Gewalt ist ihr nicht fremd. Wie sie es schafft dem Dollmaker zu entkommen, ist für mich eins der Highlights der Serie. Schade eigentlich, dass sie aus Plot Gründen sterben musste. Sie war echt ein fantastischer Charakter.
- Selena ist ein Straßenkind, die fest davon überzeugt ist, dass ihre Mutter sie irgendwann holen kommt. Mit ihr fängt die Serie an und sie bewegt sich so wundervoll katzenmäßig durch die Nacht. Als sie mit ansieht, wie Bruce' Eltern ermordet werden, wird sie in seine Umlaufbahn gezogen. Aber Selena ist nicht wie Bruce. Wo Bruce beschützt von der Welt und verwöhnt aufgewachsen ist und erst lernen muss, sich in Gotham zurecht zu finden, so ist der Abgrund der Straßen ihr zu Hause. Sie tötet einen Mann, der sie bedroht und stellt klar, dass das so läuft und sie es wieder tun würde, während Bruce dort die Grenze sieht, die er nicht überschreiten will.
Die weiteren Charaktere haben es auch in sich und verdienen wenigstens eine Erwähnung. Sarah Essen, die Chefin des Polizei-Reviers, die sich um ihre Familie sorgen muss, aber dennoch Jims Ziele unterstützt. Montoya als Ex-Freundin von Barbara, die zu ihren Fehlern steht und gute Entscheidungen trifft. Jerome, der die Idee des Wahnsinns des Jokers so fantastisch und beunruhigend verkörpert. Alfred, der als Butler Bruce unterstützt, aber auch ihm die Stirn bietet. Leslie Tomkins als Ärztin, die nachdem Barbara Jim verlassen hat, seine Freundin wird und selber stark ist und bestimmt und sich nichts vormachen lässt. Harvey Dent, der (noch) sozusagen Jims Equivalent in der Staatsanwaltschaft ist und die Mafia Paten, die beide ganz unterschiedlich sind und auch unterschiedliche Codexe haben.
Besonderheiten (Setting/Stimmung/etc.):
- Die Zeitperiode ist schwer einzuordnen. Die Ästhetik erinnert stark an Film Noir und die Technologie ist teils (aber auch nur teils) hoffnungslos veraltet. Andererseits gibt es durchaus Gebäude und Kleidung und ähnliches, die doch sehr modern anmuten. Das alles ist natürlich gewollt und sorgt dafür, dass die Serie zeitlos wirkt.
- Ja, Gotham ist fast unerträglich düster. Ein Fokus der Serie ist es ja auch, wie die späteren Gegenspieler von Batman zu dem geworden sind, das sie darstellen. Natürlich sind die Geschichten nicht fröhlich. Trotzdem deprimiert mich Gotham nicht einmal annähernd so viel wie andere Serien (looking at you Supernatural). Vielleicht liegt es an Jims Charakter, der ja (zumindest jetzt noch) auch nicht aufgibt und sogar andere überzeugt, es ihm gleichzutun, vielleicht liegt es daran, dass ab und zu auch mal etwas Gutes passiert und Verbrecher gefangen werden. Vielleicht finde ich aber auch die Antagonisten Origin Stories einfach nur interessant, wer weiß.
- Was für mich besonders beeindruckend an Gotham ist, ist, dass viele der Folgen nicht nur gut, sondern regelrecht herausragend waren. Sowas ist echt nicht häufig.
Das war mein erstes Recap. Vielleicht werde ich noch weitere von anderen Serien machen.
Satori wants season 2 (but only when shes back)
Montag, 29. Juni 2015
Gotham and the glories of good characterization
Ich habe Gotham ja schon früher einmal gelobt, aber jetzt gerade habe ich mal wieder Lust dazu. Inspiriert von Black Sails, das wir gerade gucken, einer Serie mit - meiner Meinung nach - sehr zweifelhaften Charakterisierungen, die - für mich - weder konsequent sind noch irgendwie Sinn ergeben, werde ich nun die im Gegensatz dazu brillianten Charakterzeichnungen von Gotham loben. Die sind nämlich nicht nur in sich stimmig, sondern auch absolut konsequent umgesetzt.
Es fängt zum Beispiel schon bei den "Establishing Character Moments"* an. In der ersten Episode werden die wichtigsten Charaktere vorgestellt und gleich in ihrer ersten Szene erfahren wir, was sie für Menschen sind. Besonders im Gedächtnis geblieben ist mir (aus erfindlichen Gründen) der von Jim. In seiner ersten Szene spielt er einem Verbrecher, der eine Polizistin gefangen hatte, vor, er hätte seine Pillen und setzt ihn dann außer Gefecht ohne ihn zu töten, was die anderen Polizisten vor hatten. Kurz darauf wird er für sein Verhalten angemeckert. Das zeigt Jims wichtigste Charaktereigenschaften (seine Achtung vor Leben - egal von wem - und dass er sich von den anderen im Revier unterscheidet, Regeln für ihn wichtig sind, aber es ihn nicht interessiert, was andere über ihn denken) und so wird das auch durchgezogen. Jim ist die Definition von Lawful Good* und was ich persönlich absolut wundervoll finde, ist, dass seine größte Stärke auch gleichzeitig seine schlimmste Schwäche ist. Er ist so durch und durch gut und unkorrupt und standhaft, dass es andauernd nur Probleme für ihn und die Menschen um ihn herum schafft.
Die Charaktere bekommen nachvollziehbare Motivationen und handeln in einer stringenten Weise. Barbaras Eingreifen war genauso passend wie ihr Zusammenbruch später. Dass Fish mit ihrem Plan gescheitert ist, ist eine logische Konsequenz aus ihrer Unterschätzung von Oswald. Bruce Streben nach Rache und Gerechtigkeit, ist ein Antrieb für seine Geschichte und wie und warum Ed später zu The Riddler wird, lässt sich ebenfalls schon erkennen.
Oswald selber habe ich ja noch gar nicht erwähnt. Er ist so hinterhältig und ambitioniert und dabei so verdammt intelligent, dass er damit durchkommt. Er tut immer so, als sei er so unterwürfig, schwach und bemitleidenswert, damit er von allen um ihn rum unterschätzt wird. Das ist eine brilliante Strategie, die bis jetzt für ihn wunderbar funktioniert. Wir erfahren, dass er sogar (SPOILER) darum gebeten hat, dass Jim der Auftrag gegeben wird, ihn zu erschießen, weil er schon vermutet hat, dass Jim das nicht tun würde (SPOILER ENDE).
Wie gesagt, ich finde diese Serie super und kann es kaum erwarten, bis sie wieder aus der Sommerpause kommt.
Satori is going to Uni soon
*Der erste Link bringt euch zu tvtropes.org, dort findet ihr eine Erklärung zu ECM.
*Dieser Link führt euch zu geekandsundry.com, wo eine Überblickserklärung zu den Alignments existiert.
Mein Verständnis geht ungefähr so: Lawful = Tendenz zu Ordnung; Chaotic = Tendenz zu Chaos/bzw. gegen Ordnung; Good = Tendenz zu Altruismus und Respekt vor Leben; Evil = Tendenz zu Egoismus und fehlendem Respekt vor Leben; Neutral = weder noch
*Dieser Link führt euch zu geekandsundry.com, wo eine Überblickserklärung zu den Alignments existiert.
Mein Verständnis geht ungefähr so: Lawful = Tendenz zu Ordnung; Chaotic = Tendenz zu Chaos/bzw. gegen Ordnung; Good = Tendenz zu Altruismus und Respekt vor Leben; Evil = Tendenz zu Egoismus und fehlendem Respekt vor Leben; Neutral = weder noch
Freitag, 27. Februar 2015
There's a war coming
Bei uns sind letztens zwei weitere von DCs Serien gestartet, zu Marvel's Agents of SHIELD: The Flash und Gotham. The Flash spielt im selben Universum wie Arrow (die ich übrigens ziemlich langweilig fand und deren Charaktere mir es nicht sonderlich angetan haben). Ich beschloss also den beiden Serien eine Chance zu geben, besonders weil ich gehört habe, dass Gotham gut sein soll. Fazit: Flash ist nicht schlecht und Gotham ist super.
Ich hätte nicht gedacht, dass ich die Serie so sehr mögen würde. Jetzt sitze ich da und warte jede Woche sehnsüchtig auf die nächste Folge. Was die Serie so interessant macht ist das setting: es spielt direkt nach dem Mord an Bruce Waynes Eltern, als Jim Gordon neu nach Gotham kommt. Die Ästhetik ist fantastisch, weil es irgendwie alles sehr noir, aber auch wieder nicht ist, mit modernen Geräten und älterer Kleidung, einer düsteren Atmosphäre, aber blauem Himmel, ziemlich zeitlos. Es gibt ein Wiedersehen mit allerhand bekannten Charakteren wie - mal abgesehen von Gordon, Alfred und Bruce - dem Riddler, Poison Ivy, dem Pinguin, Catwoman und sogar dem Joker, die aber alle - ausgenommen dem Pinguin vielleicht - ihre Alter Egos noch lange nicht angenommen haben (Ivy und Cat sind ja noch Kinder).
Der Zuschauer folgt Jim Gordon bei seinem unmöglichen Versuchen gegen die Korruption und das Verbrechen anzukämpfen, Bruce Wayne bei seiner Verarbeitung des Todes seiner Eltern und Gothams Kriminellen bei ihrem Aufstieg bzw. Niedergang.
Bis jetzt gefällt es mir wirklich sehr gut, hoffentlich wird das auch so bleiben.
Satori had a great day yesterday
Der Zuschauer folgt Jim Gordon bei seinem unmöglichen Versuchen gegen die Korruption und das Verbrechen anzukämpfen, Bruce Wayne bei seiner Verarbeitung des Todes seiner Eltern und Gothams Kriminellen bei ihrem Aufstieg bzw. Niedergang.
Bis jetzt gefällt es mir wirklich sehr gut, hoffentlich wird das auch so bleiben.
Satori had a great day yesterday
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Wie ich darauf kam einen Blog zu starten
Ich habe ein tolles Buch, das da heißt "101 Dinge, die du getan haben solltest, bevor du alt und langweilig bist" Ding Nummer 36 fällt unter die Kategorie Hobbys und heißt "Starte einen Blog". Und genau das tue ich jetzt gerade.
Viele Grüße
Satori
Viele Grüße
Satori
Das bin ich
- Satori
- I am in my early 30s and finished my university career. My areas of study included media analysis, literary and cultural studies, linguistics, and history. I like reading, drawing, writing, movies, TV, friends, traveling, dancing and all kinds of small things that make me happy. Just trying to spread some love.