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Donnerstag, 12. November 2015

Not so silly anymore

Es passiert nicht selten, dass zukünftige Staffeln einer Serie besser sind als die erste. In der ersten wird oft noch alles ausgelotet, die Charaktere sind noch nicht etabliert und es ist noch nicht ganz klar, in welche Richtung es gehen soll. Bei Eureka zum Beispiel ist das der Fall. Staffel eins ist nicht schlecht, aber ab zwei nimmt es erst richtig Fahrt auf. Auch bei The 100 war es so. Staffel zwei ist definitiv besser als eins. Die Charaktere sind interessanter, die Konflikte relevanter, die Geschichte spannender. (Außerdem hat die Serie nun einen ziemlich coolen Vorspann.)

Kurze Zusammenfassung der Ausgangslage:
Die 100 hatten gegen Ende von Staffel 1 eine Schlacht gegen die Grounder geführt und wurden nachdem sie so gut wie gewonnen hatten von mysteriösen Menschen in Schutzanzügen entführt. Die Arc ist mit ihren Bewohnern auf die Erde gestürtzt, weil der Sauerstoff zu Ende war und das ihre einzige Überlebenschance darstellte. Wenigstens ein Teil der Bewohner hat das überlebt und kann nun theoretisch den Kids auf der Erde zur Seite stehen.

Super finde ich zum Beispiel, dass die Konflikte, die aufgedeckt werden, nicht rein einseitig sind. Es geht gegen die Mountainmen, das Bündnis mit den Groundern ist alles andere als stabil und die Erwachsenen und Rest der 100 sind sich auch in vielem so gar nicht einig, da die Erwachsenen uneingeschränkte Autorität einfordern, die Kids aber - durchaus zu Recht - der Meinung sind, dass sie besser wissen, wie das Leben auf der Erde läuft.

Es folgen weitere Aspekte der neuen Staffel:

... badass ladies ftw: Mir ist letztens aufgefallen, dass fast alle Anführer Frauen sind. Die Grounder Kommandeure sind alles Frauen gewesen (Anya, Indra und Lexa), Clarke ist nicht nur inoffizielle Anführerin der 100 (neben Bellamy) sondern auch die von den Groundern anerkannte Leiterin der Sky People, ihre Mutter ist die amtierende Ratsvorsitzende und auch die anderen weiblichen Charaktere sind einfach wundervoll (Technik Genie Raven zum Beispiel oder Kriegerin in Ausbildung Octavia oder die tapfere Helferin Maya).
... the Mountainmen make great villains: Die Berg Bewohner sind wundervolle Antagonisten. Sie haben den Krieg im Bunker überlebt und können diesen nicht verlassen, da sich ihre Körper im Gegensatz zu denen der Groundern nicht an die Strahlung gewöhnt haben. Außerdem leiden sie an Vitamin Defiziten und brauchen zum Überleben regelmäßige Blut-Transfusionen gefangener Grounder. Den Kids tun sie zunächst nichts. Die sind dort sicher, können in Betten schlafen, haben Essen und alle möglichen anderen Annehmlichkeiten. Clarke traut dem Frieden zu Recht nicht und es gelingt ihr schließlich zu fliehen. Währenddessen finden die Mountainmen heraus, dass das Blut der Kids viel effektiver ist und Knochenmark es ihnen sogar ermöglicht ohne Hilfe draußen zu leben. Leider würde die Prozedur im Endeffekt die Kids töten. "Aber was soll's", denken sich die Leute, "wir können raus!". Ein ehrlich spannender Wettlauf mit der Zeit beginnt. 
... ppl get character development yei!: Blieben die Charaktere in der ersten Staffel etwas blass, undefiniert oder stereotypisch, erhalten sie nun zum Großteil eine Charakter Entwicklung. Motivationen werden plötzlich nachvollziehbar und Verhaltensweisen deutlich. Auch bekommen manche mehr Screentime als zuvor, was ebenfalls dazu beiträgt, dass sie einem ans Herz wachsen.
...decisions have consequences: Wenn ein Charakter eine Entscheidung trifft (die oft alles andere als leicht ist), dann muss er auch mit den Konsequenzen leben. Das verleiht der Serie einen gewissen Realismus, da Handlungen die passenden - auch nicht so schönen - Folgen nach sich ziehen.
... people get dirty: Etwas, was zumeist in ähnlichen Serien und Filmen vernachlässigt wird, ist, dass man nicht wunderschön aussehen kann, wenn man halb im Dreck lebt, oder im Kampf ist oder durch den Wald geschleppt wird oder anderes. In The 100 sehen viele der Kids nicht nur tatsächlich so aus, als hätten sie keine Duschen (Schmutz auf Gesichtern und Kleidern und fettige Haare) sondern wenn jemand verletzt wird oder durch die Gegend geschleift sieht dieser jemand auch genau so aus. 
... oh my gosh I don't care for Jaha: Der einzige Erzählstrang, der mich so gar nicht interessiert, ist der vom ehemaligen Ratsvorsitzenden Jaha, der auf der Suche nach der mysteriösen Stadt des Lichts ist und sich dabei gar nicht mal so intelligent anstellt.

Fazit: die Serie hat sich echt gesteigert, was ich ehrlich gesagt nicht erwartet hätte. Good on you, show!

Satori is tired

Sonntag, 16. August 2015

Stupid, silly kids

aka I startend watching a show and it's stupid but I can't stop

Aus irgendeinem Grund ließ mich tumblr glauben, dass The 100 eine gute Serie ist. Leider hatte ich die ersten drei Folgen verpasst und musste die mithilfe der doch sehr kritischen Reviews auf Serienjunkies nachholen. Die Reviews hatten mich demnach etwas skeptisch bestimmt. Trotzdem habe ich angefangen und jetzt kann ich nicht mehr aufhören. Damit will ich nicht sagen, dass die Serie irgendwie qualitativ hochwertig ist, denn das ist sie nicht, aber ich bin emotional involviert und jetzt ist es zu spät.

Kurze Geschichte, für die, die es nicht kennen. Der Rest der Menschheit lebt nach einem verheerenden Atomkrieg auf einer Weltraum Station und das schon so lange, dass ihnen langsam die Luft ausgeht. Deshalb schicken sie 100 inhaftierte Teenager auf die Erde, damit dir testen können, ob die wieder bewohnbar ist. Auf der Erde müssen sie sich nicht nur mit der Umwelt sondern auch mit den Erdbewohnern (die es nämlich gibt) auseinander setzen. Die Leute der Station haben außer dem Luft Problem noch ein Machtkampf Problem.

Die Serie ist klar für Teenager konzipiert. Nicht nur, weil sie hauptsächlich von Teenagern handelt, sondern auch, weil sie sich eingebettet in den Survival Plot mit typischen Teenie Themen befasst. Das ist nicht unbedingt schlecht (auch wenn es manchmal etwas künstlich wirkt) und wie ich schon früher erwähnt habe, muss ja auch nicht jede Serie ein Meisterwerk und super tiefgründig sein (das wäre ja auf Dauer auch anstrengend). Was auf jeden Fall schon mal gut ist, ist, dass die Serie nicht davor zurückschreckt auch Charaktere konsequent zu töten. Es wäre unrealistisch, wenn alle Kids das Leben in der Wildnis unbeschadet überstehen würden. Diese Konsequenz erwartet man sonst nicht von Teenie Serien. Auch beginnen die Charaktere mit fortschreitenden Folgen an Tiefe zu gewinnen (oh Mann, die Hintergrund Geschichte von Bellamy und Octavia ist so traurig), was zum Sehvergnügen beiträgt. Politik ist auf der Station die Hauptgeschichte und das alles wirkt durch die Umgebung passend bedrückend. Dadurch gibt es den ein oder anderen spannenden und emotionalen Moment und man kann drüber hinwegsehen, dass die Handlung manchmal etwas wenig Sinn macht.

Anschauen kann man sich das auf jeden Fall, auch wenn ich etwas skeptisch bin, was die Zukunft dieser Serie anbelangt. Serien, die nicht nach dem Case-of-the-week Prinzip funktionieren, neigen dazu irgendwann heillos abzudrehen. Mal sehen, was passiert.

Satori will be gone for all of next week

Wie ich darauf kam einen Blog zu starten

Ich habe ein tolles Buch, das da heißt "101 Dinge, die du getan haben solltest, bevor du alt und langweilig bist" Ding Nummer 36 fällt unter die Kategorie Hobbys und heißt "Starte einen Blog". Und genau das tue ich jetzt gerade.
Viele Grüße
Satori

Das bin ich

Mein Bild
I am in my early 30s and finished my university career. My areas of study included media analysis, literary and cultural studies, linguistics, and history. I like reading, drawing, writing, movies, TV, friends, traveling, dancing and all kinds of small things that make me happy. Just trying to spread some love.